Hessenliga-Stürmer wechselt zu Kreisoberliga-Aufsteiger

+
Aus dem Blauen wird ein Rot-Weißer: Zehn Jahre spielte Dominik Lohne im blauen Dress des OSC Vellmar. Jetzt wechselte er vom Hessenligist zum Kreisoberligist Hombressen/Udenhausen und wird am Donnerstag erstmals das rot-weiße Trikot der SG tragen.

Udenhausen. Der 25-jährige Dominik Lohne, bisher in Diensten des OSC Vellmar geht in der neuen Saison für Hombressen/Udenhausen auf Torejagd. Warum er das macht, sagt er im HNA-Interview.

Den wohl spektakulärsten Neuzugang der heimischen Fußballvereine meldet die SG Hombressen/Udenhausen. Der Aufsteiger in die Kreisoberliga hat mit Dominik Lohne eine Offensivkraft, die in den vergangenen Spielrunden in der Hessenliga für Aufsehen sorgte. Gestern trainierte er zum ersten Mal mit seinem neuen Verein. HNA-Redakteur Michael Rieß sprach mit dem Spieler, der künftig in der Kreisoberliga tiefer auf Torejagd geht.

Herr Lohne, wenn ein Spieler in Ihrem Alter plötzlich drei Klassen tiefer spielt, stellt sich die Frage: Wollen Sie der König von Udenhausen werden? 

Lohne (lacht): Nein, nein. Damit hat das nichts zu tun. Der Schritt hat vor allem berufliche Gründe. Ich bin in der Ausbildung. Dreimal wöchentlich Training in Vellmar und dann am Samstag immer die teils weiten Fahrten, da war der Aufwand einfach zu hoch.

In direkter Nachbarschaft gibt es einen Gruppenligisten – warum spielen Sie nicht zum Beispiel für Grebenstein oder Calden/Meimbressen? Angebote gabs doch bestimmt genügend. 

Lohne: Als bekannt wurde, dass ich Vellmar verlasse, haben Hessenligisten, Verbandsligisten und auch Gruppenligisten gefragt, ob ich nicht kommen wolle.

Und warum sagten Sie einem Verein zu, der zu dem Zeitpunkt in der A-Liga spielte und noch nicht wusste, ob er in die Kreisoberliga aufsteigt? 

Lohne: Ich bin Udenhäuser. Der TSV ist mein Heimatverein. Die Heimspiele von Hombressen/Udenhausen habe ich fast alle gesehen. Die Hessenliga spielte ja samstags, Hombressen/Udenhausen am Sonntag. Da war ich fast immer hier. Und deshalb weiß ich, wovon ich rede: Die Mannschaft hat Potenzial. Die gute Jugendarbeit zahlt sich aus. Es ist eine junge Mannschaft, die ehrgeizig ist.

Eine junge talentierte Mannschaft, zu der ein erfahrener Spieler stößt. Das erinnert an die SG Reinhardshagen, die mit Carsten Gobrecht bis in die Gruppenliga vorstieß. 

Lohne (lacht): Ich glaube Carsten war damals ein wenig älter als ich jetzt bin.

Stimmt. Er war gute 40. Aber er gab der Mannschaft den Kick, dass sie alles aus sich herausholte und die Trainervorgaben optimal umsetzte. Letztlich spielte Reinhardshagen in der Gruppenliga. Spielen Sie auch um den Aufstieg? 

Lohne: Die Perspektive ist da, keine Frage. Aber sehen wir es realistisch. Wir sind Aufsteiger. Da ist das Ziel zunächst einmal der Klassenerhalt.

Und nächstes Jahr wird die SG dann oben mitspielen? 

Lohne: Das wollen wir dann mit Sicherheit. Einige A-Jugendliche, die jetzt in den Seniorenbereich wechseln, haben ja schon Gruppenliga-Erfahrung. Aber es ist natürlich ein großer Sprung von der Jugend die erste Mannschaft. Da muss man sich erst einfinden und die Mannschaft muss auch zusammenwachsen.

Ihr letztes Spiel für Udenhausen war vor fast zwei Jahrzehnten als Bambini. Ihr erstes Spiel nach der Rückkehr geht am Donnerstag gleich gegen den Ortsnachbarn Grebenstein. Freuen Sie sich darauf? 

Lohne: Aber natürlich. Das ist für uns auch gleich eine Standortbestimmung. Wenn wir nach einer Woche Training gegen einen Gruppenligisten spielen, wissen wir, wo wir stehn.

Und schießen Sie dann ihr erstes Tor für Ihren neuen Verein? 

Lohne: Ich glaube schon.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.