Auffälligkeiten

Ex-Fußballer greift zum Putzlappen

Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
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Hat ordentlich den Putzlappen geschwungen: Hannes Drube (Tuspo Grebenstein) putzte vor dem Heimspiel gegen Weidenhausen II die Sitzbänke für die Zuschauer.

Am vergangenen Spieltag ersetzte eine Faszienrolle einen Stuhl, ein Ex-Fußballer putzte Bänke und in Sand fand ein Junge gleich zwei verloren gegangene Bälle.

Hofgeismar/Wolfhagen – Der Reiniger: Er ist sich für nichts zu schade: Der ehemalige Fußballer des Tuspo Grebenstein, Hannes Drube, griff am Samstag kurzerhand zum Putzlappen. Er reinigte damit die Bänke für die Zuschauer im Sauertal-Stadion in Grebenstein. So konnten sich die Fans auf saubere Bänke setzen und sahen obendrein noch einen 4:2-Sieg der Grebensteiner. Jetzt bleibt nur die Frage: Saß Drube denn während des Spiels selbst auf einer geputzten Sitzbank?

Die Blackroll: Apropos sitzen und Bänke. Der Trainer des Frauenfußball-Regionalligisten TSV Jahn Calden, Robert Franke, saß am Sonntag beim Heimspiel auf einer Blackroll. Diese wird auch oft Faszienrolle genannt, und ist eigentlich dafür da, um schmerzhafte Muskelverhärtungen zu behandeln. So weit, so gut. Doch Franke nutzte sie als Sitzplatz. Das sah schon etwas unbequem aus. Naja gut, ein Stuhl war gerade nicht zur Hand und auf der Bank saßen sein Trainerteam und seine Auswechselspielerinnen. Wenn der Puls bei Franke mal etwas höher ging, sprang er energisch von der Blackroll auf. Zwischendurch hatte man den Anschein, er hätte reinbeißen wollen. In diesem Fall war es ja wiederum gut, dass kein Stuhl in der Nähe war. Da lässt es sich doch wenn besser in die Rolle aus Kunststoffschaum beißen.

Die Verwechslungen: Tja, das ist so eine Sache, wenn man auf dem Sportplatz beim Frauenfußball jubelt, schreit und antreibt. Doch dabei dann die typischen Männerfußball-Floskeln benutzt. So passiert in Calden beim Regionalliga-Spiel zwischen dem TSV und Hessen Wetzlar. Ein angereister Zuschauer aus Wetzlar erklärte seinen Freunden: „Die spielt doch hinten bei denen letzter Mann.“ Eh, letzter Mann? Seine Verwechslung bemerkte er sofort: „Oh, das kann ich ja so gar nicht sagen“, entschuldigte er sich. Mit „letzter Mann“ war ja auch nur ihre Position gemeint. Aber der Zuschauer war da nicht allein. Auch die Spielerinnen auf dem Feld schrien sich an mit: „Vorsicht, Hintermann!“ Eh, müsste das nicht wenn „Hinterfrau“ heißen? Naja, die Verwechslungen sorgten zumindest auf dem Platz für keine Verwirrungen. Die Fußballerinnen hatten alles im Griff – auch mit den Hintermännern.

Sieht unbequem aus: Caldens Trainer Robert Franke sitzt auf einer Faszienrolle.

Der Stadionsprecher: Alles im Griff hatte auch Jörn Bochmann, Stadionsprecher in Sand. Jedenfalls bis zur 31. Minute. Da verkündete er das 3:0 seiner Mannschaft in der Verbandsliga gegen den TSV Thalau. Am Ende sahen die 120 Zuschauer insgesamt acht Treffer. Die restlichen Torschützen beim 7:1 des SSV gegen den Tabellenletzten wurden von Bochmann nicht mehr erwähnt. Ob das Mikrofon defekt oder das SSV-Mitglied überfordert war, ist unbekannt.

Die Balljungen: Vier Augen sehen besser als zwei. Dies bewahrheitete sich am Sonntag auf der Sander Höhe. Mehrfach hatte Abteilungsleiter Helmut Bernhardt in den Tagen zuvor nach einem verloren gegangenen Fußball Ausschau gehalten, ihn aber trotz intensiver Suche nicht gefunden. Was Bernhardt nicht gelang, erledigten ein Jugendspieler des Vereins und sein Freund. Sie entdeckten ihn in einem nahe gelegenen Garten. Doch damit nicht genug. Neben dem ursprünglich gesuchten runden Leder brachten sie einen zweiten Ball mit. Sehr zur Freude von Helmut Bernhardt. Der SSV-Boss spendierte den aufmerksamen Jungen eine Cola. (Cora Zinn und Joachim Hofmeister)

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