HSG-Frauen sind  nach Sieg über Vellmar Herbstmeister

Hoof/Sand/Wolfhagen gewinnt Spitzenspiel  

Das Tor als Klettergerüst: Malgorzata Rodziewicz ärgert sich über einen nicht gehaltenen Ball. Die Torhüterin war im Spitzenspiel ein sicherer Rückhalt und feierte mit Hoof/Sand/Wolfhagen ein überraschend klares 36:20 gegen den TSV Vellmar. Foto:  Hofmeister

Sand. „Tja, was soll ich sagen?“ - Malgorzata Rodziewicz war unmittelbar nach dem Abpfiff ob der Höhe des Heimsieges total überrascht. Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen feierten im Spitzenspiel gegen den TSV Vellmar einen deutlichen 36:20 (15:9)-Erfolg.

„Mit so einem Ergebnis hatte wohl niemand im Vorfeld der Partie gerechnet“, sagte die HSG-Torhüterin, die sich auf einen stärkeren Gegner und mehr Gegenwehr eingestellt hatte. „Vellmar hat uns nicht wirklich gefordert“, stellte sie fest und stieß mit ihren Mitspielerinnen bei einer Flasche Bier oder Gläschen Glühwein auf die inoffizielle Herbstmeisterschaft an.

Der TSV, als Tabellendritter angereist und zuvor achtmal in Folge siegreich gewesen, konnte nur phasenweise mithalten. „Unser Hauptmanko war ganz klar die Offensive. Da haben wir zu wenig Torgefahr ausgestrahlt“, gab Trainer Andreas Paul zu Protokoll. Vellmar verwarf in den ersten 30 Minuten allein 15 Bälle. „Mir waren personell aber auch die Hände gebunden“, musste Paul auf gleich mehrere verletzte oder erkrankte Spielerinnen verzichten. Unter anderem fehlte die wurfstarke Leonie Homburg.

Der TSV kämpfte, musste sich aber für jeden Treffer mächtig strecken. Ernsthaft in Gefahr bringen konnte der Gast die hoch motivierten und wie aus einem Guss spielende HSG zu keiner Phase der Partie. Hielt Vellmar in Durchgang eins noch einigermaßen mit, kam die Mannschaft nach der Pause völlig aus dem Tritt. Schon 15 Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 28:16 war das Top-Spiel entschieden. „Die Leistung meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit war indiskutabel“, fand Paul deutliche Worte. „Mein Team hat sich zu früh aufgegeben. Der Sieg von Hoof/Sand/Wolfhagen geht voll in Ordnung.“

Sechs Wochen Pause

Ähnlich sahen es HSG-Trainer Chris Ludwig und Spielführerin Lea Willer: „Wir haben in der Abwehr gut gestanden und vorn unsere Chancen genutzt. Es gab keinen Riss im spielerischen Faden.“ Alle Akteurinnen hätten sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge eingereiht.

Für den Spitzenreiter steht aufgrund der Handball-Weltmeisterschaft nun eine rund sechswöchige Pause an. Am 3. Februar geht es mit dem Heimspiel gegen den TSV Wollrode weiter.

Hoof/Sand/Wolfhagen: Rodziewicz, Weinrich (Tor) - Ritter 2, Lubach 8, Haupt, von Dalwig 6, Schmalz 2, Willer 3, Frankfurth 4/3, Engelbrecht, Sule 6, Larbig, Neurath 3, Hrdina 2.

Vellmar: Stern, Pahl (Tor), Börger 1, Bachmann 1, Nolte 6, Schmalz 1, Deichmann, Springer, Petrovski 1/1, Rull 4, Droll 3, Scharff, Paul 3/3.

Zuschauer:80

Schiedsrichter: Sauerwald/Bathon (Fuldatal)

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