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Das schlechteste Spiel der Saison

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Von: Martina Sommerlade

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Kein Durchkommen: Nele Bittdorf wird von Sina Gottfried und Lisa Walter (rechts) gestoppt.
Kein Durchkommen: Nele Bittdorf wird von Sina Gottfried und Lisa Walter (rechts) gestoppt. © Joachim Hofmeister

Sand – Chris Ludwig sollte recht behalten. Die TSG Eddersheim II erwies sich beim jüngsten Heimspiel in der Sander Schulsporthalle als der erwartet schwere Gegner. Gegen den Aufsteiger unterlagen seine Oberliga-Handballerinnen 19:24 (9:12). Nach der deutlichen Niederlage war er dennoch sichtlich geknickt. „Ich bin ziemlich leer, weiß gar nicht, was ich sagen soll“, rang der 39-Jährige kopfschüttelnd nach Worten, brachte es dann jedoch noch auf den Punkt:

„Es war definitiv unser schlechtestes Spiel seit Serienbeginn und wir haben wohl alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.“

Im ersten Durchgang sah es allerdings nicht unbedingt danach aus. Beiden Teams war der unbedingte Siegeswille und die absolute Kampfbereitschaft anzumerken. Fünf gelbe Karten und jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe auf beiden Seiten sprechen dahingehend eine klare Sprache.

Das erste Tor der Gäste per Strafwurf und der kurz darauffolgende Treffer versetzte die 100 Zuschauer bereits in Schrecken, weil sie sich wohl an die schwachen Anfangsphasen vergangener Spiele erinnert sahen.

Doch zunächst ließen sich die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen davon nicht beeindrucken. Die Ludwig-Sieben musste zwar kurzfristig auf die erkrankte Franziska Chmurski verzichten, kämpfte sich jedoch trotz aller Widrigkeiten wacker heran. In der achten Minute gelang den Gastgeberinnen durch Hanna von Dalwig dann der vielumjubelte Ausgleich zum 4:4.

Es sollten noch weitere folgen, denn die Partie verlief bis zum 8:8 (24.) ausgeglichen. Kurz vor dem Pausenpfiif profitierten die Gäste von den technischen Fehlern der HSG und zogen mit drei Toren davon.

Nach dem Seitenwechsel erholten sich die Hausherrinnen nicht von diesem Rückstand. Es gelang ihnen auch im weiteren Spielverlauf nicht, die Spielwege der TSG zu unterbinden.

Folgerichtig liefen sie stets mindestens einer Drei-Tore-Führung hinterher. Auch die zehn Minuten vor Spielende vorgenommene Auszeit durch Chris Ludwig brachte keine Besserung. Trotz aller Bemühungen vermochten die Vereinigten nicht, den sich anbahnenden Erfolg des Vierten zu verhindern.

„Es war wirklich kein Hexenwerk der Eddersheimerinnen und sie hatten auch keine Verstärkung aus der ersten Mannschaft. Ich habe keine Erklärung für unsere schwache Vorstellung. Wir waren einfach schlecht. Schlechter geht es kaum“, resümierte Ludwig.

Ob es nicht doch noch etwas Positives gab? „24 kassierte Tore sind okay. Mehr nicht.“ Nach der erneuten Niederlage liegt Hoof/Sand/Wolfhagen mit 7:11 Punkten auf Rang zehn. (Martina Sommerlade)

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