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Blockade lösen, Spitzenreiter ärgern

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Von: Martina Sommerlade

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HSG Hoof/Sand/Wolfhagen
HSG Hoof/Sand/Wolfhagen © Joachim Hofmeister

Wolfhagen – Nach zwei Niederlagen in Folge steht den Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen nun eine besonders schwierige Aufgabe bevor. Am heutigen Samstag reist die Sieben von Trainer Chris Ludwig zum Tabellenführer TSG Leihgestern. Anpfiff in der Stadthalle Linden in der Konrad-Adenauer-Straße ist um 19.30 Uhr.

Noch sind die Gastgeberinnen ungeschlagen und stehen mit 17:1 Punkten an der Spitze. Den einzigen Verlustpunkt durch ein Unentschieden brachte ihnen ausgerechnet die HSG Weiterstadt ein, der derzeitig Neunte, der damit nur einen Rang vor der Ludwig-Sieben rangiert.

Dieser Umstand stimmt den HSG-Coach vor der anstehenden Partie optimistisch. „Daran sieht man, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Und das werden auch wir versuchen, das ist ganz klar“, betont Ludwig. „Wir reisen vier Wochen vor Weihnachten nicht dort an, um Punkte zu verschenken. Wir wollen den Favoriten ärgern.“

Damit das gelingen kann, muss es seinem Team gelingen, die zuletzt gezeigte schwache Leistung aus den Köpfen zu bekommen. „Wir haben viel über die vergangenen Niederlagen geredet, aber vermehrt auch immer die positiven Aktionen gewürdigt. Denn nur das ist konstruktiv. Wir müssen uns unserer Stärken bewusst werden.“ Jene Stärken, die seine Mannschaft regelmäßig in den Trainingseinheiten an den Tag legt. „Im Training läuft alles reibungslos, aber auf dem Feld hatten meine Spielerinnen zuletzt eine Blockade.“

Woher diese rührt, vermag der Routinier nicht zu sagen. „Vielleicht ist es die ungewohnte Situation im Vergleich zur vergangenen Saison. Da sind wir auf einer regelrechten Erfolgswelle geschwommen, so etwas gibt natürlich Selbstvertrauen. Und in solch einer Stimmung gelingt dann auch vieles. Und was nicht gelingt, nimmt nicht so einen hohen Stellenwert ein. In dieser Serie haben wir allerdings ein paar Niederlagen einstecken müssen. Daher mangelt es jetzt etwas an mentaler Stärke. Die ist aber nötig, um Spiele zu gewinnen.“

Als Vorteil sieht der 39-Jährige die Konstellation der Partie an. Tabellenführer gegen Kellerkind, David gegen Goliath. „Es wäre nicht das erste Mal, dass der vermeintlich Schwächere als Sieger hervorgeht. Und die Hausherrinnen haben ganz klar den größeren Druck. Wir hingegen können befreit aufspielen und werden alles tun, um für eine Sensation zu sorgen.“

Für die Partie gegen den Spitzenreiter muss Ludwig auf die privat verhinderten Anne Eichhofer und Paula Unseld verzichten. Es wird wie gewohnt ein Bus eingesetzt. Fans sind laut Ludwig herzlich willkommen. (Martina Sommerlade)

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