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HSG fegt Böddiger aus der Halle

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Von: Martina Sommerlade

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Durchgesetzt: Kirsten Bänfer auf dem Weg zu einem ihrer fünf Tore für die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen.
Durchgesetzt: Kirsten Bänfer auf dem Weg zu einem ihrer fünf Tore für die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen. © Joachim Hofmeister

Vor dem Hintergrund der neuen Pandemie-Regelungen war es eine Herausforderung der besonderen Art. Doch die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen meisterten auch diese im Derby gegen den TSV Eintracht Böddiger erneut mit Bravour.

Hoof - Im unter verschärften Corona-Bedingungen und mit einer Zuschauerbeschränkung stattfindenden Heimspiel fegte die Ludwig-Sieben die Gäste mit einem deutlichen 37:24 (21:10)-Erfolg aus der Halle.

Von Beginn an sah es indes nicht nach einer klaren Angelegenheit für die Gastgeberinnen aus. Bis zur sechsten Minute lag der Tabellenführer nämlich noch mit 2:4 zurück. Doch die Schwächephase währte nicht lang. Fortan besann sich die HSG auf ihre Stärken, die ihr auch in den vergangenen Spielen stets zum Erfolg verholfen hatten. Folgerichtig führen die Vereinigten weiterhin die Tabelle an.

Neben der enormen mentalen Stärke und dem guten mannschaftlichen Gefüge überzeugten die Hausherrinnen mit ihrem Tempospiel. Nach dem Ausgleich durch Larissa Lubach (8.) zündeten sie ein wahres Feuerwerk der Spielfreude ab und drehten das Spiel. Durch Tore von Lea Immelnkämper, Larissa Lubach und der achtfachen Schützin Karoline Happe gelang es den Gastgeberinnen mit fünf Toren in Führung zu gehen und die Gäste quasi zu Statisten zu erklären. Böddiger fand kein probates Mittel, die Vereinigten zu stoppen. Auch die vom TSV einberufene Auszeit (11.) in der frühen Phase der Partie brachte keinen Erfolg. Im Gegenteil. Bis zum Halbzeitpfiff wurde der Spitzenreiter seiner Position gerecht und baute seine Führung weiter aus. Mit elf Toren Vorsprung ging es in die Kabinen. „Wir haben die ersten Minuten etwas verschlafen, dann aber 20 Minuten bärenstarken Handball gezeigt“, analysierte Chris Ludwig die entscheidende Phase.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 130 Gästen in der Schauenburghalle das gewohnte Bild: Die HSG agierte und überzeugte mit schön herausgespielten Toren und einer konzentrierten Abwehrarbeit, während die Gäste nur noch reagierten. Sie zeigten keine zündende Ideen, wie sie die drohende Niederlage abwenden könnten. Zudem scheiterten sie immer wieder an den gut aufgelegten Keeperinnen Andrea Garder und Dominique Sawyer im Gehäuse der HSG, wie beispielsweise durch verworfene Strafwürfe in der 37. sowie in der 44. Minute. Dem Sechsten gelang es zwischendurch, ein wenig zu verkürzen. „Da haben wir uns dem Gegner angepasst und nicht konzentriert genug agiert. Es ist auch schwierig, sich bei solch einer deutlichen Führung noch weiter zu motivieren“, so Ludwig. „Böddiger hat das im zweiten Durchgang gar nicht schlecht gemacht“, nimmt er die Gäste ein wenig in Schutz.

Am Ende gerieten diese indes komplett unter die Räder. Der sich anbahnende deutliche Sieg der Gastgeberinnen war in keiner Phase des zweiten Durchgangs in ernster Gefahr. Wie torhungrig das Ludwig-Team trotz der deutlichen Führung war, zeigte sich in den letzten zwei Spielminuten, als sie drei Treffer erzielten. „Es war kein schönes Spiel“, sagte Ludwig nach dem Schlusspfiff. „Wir sind jetzt einfach nur glücklich.“

HSG: Garder, Sawyer - Happe 8/1, von Dalwig 7, Lubach 6, Bänfer 5, Willer 4, Ritter 2, Immelnkämper 2, Bittdorf 2, Eichhofer 1, Neurath, Chmurski.

TSV: Giese 4, Berger 4, Kühlborn 3/2, Theis 3, Hasper 3, Dieling 3, Brenzel 2, Gondermann 1, König 1/1.

Zuschauer: 130

Spielverlauf: 1:0, 2:4, 4:4, 9:4, 18:7, 21:10, 23:13, 28:20, 34:24,37:24.  (Martina Sommerlade)

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