Handballerinnen von Hoof/Sand/Wolfhagen 33:28 gegen Böddiger

HSG feiert deutlichen Derbysieg

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Tempogegenstoß: Hanna von Dalwig auf dem Weg zu einem ihrer insgesamt acht Treffer. 

Das war deutlich. Mit 33:28 (15:12) fegten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen im Nachbarschaftsduell Eintracht Böddiger vom Parkett.

„Wir freuen uns unbändig über den Erfolg”, sagte HSG-Trainer Chris Ludwig. Vor allem auch vor dem Hintergrund, weil im Vorfeld viel über Verlauf und Ausgang des Derbys spekuliert wurde. „Uns hat das im besonderen Maße motiviert. Und wir haben gezeigt, welche Leistung wir abrufen können, wenn wir von Beginn an hellwach sind.”

Und das waren die Gastgeberinnen. Binnen weniger Minuten führte die Ludwig-Sieben durch zwei Tore von Karoline Happe und Hanna von Dalwig 3:0. Bereits in dieser frühen Phase des Spiels zeigten auch die HSG-Fans in der Schauenburghalle mit lautstarken Anfeuerungsrufen, rhythmischem Klatschen und lang anhaltendem Applaus beim Torerfolg, dass sie bedingungslos hinter ihrem Team stehen. Dieses gab den Zuschauern während des gesamten Spielverlaufs auch keinen Anlass zum Zweifel. „Wir waren 60 Minuten lang stets einen Schritt schneller als die Gäste”, resümierte Ludwig. Bereits im ersten Durchgang überzeugten die Gastgeberinnen mit spritzigem Verhalten in der Abwehr und ihrem bewährten Tempospiel. Jene Spielweise, die der Eintracht bestens bekannt war. Der Plan, dieses zu unterbinden, ging nicht auf. Dennoch kämpften sich die Gäste in der ersten Phase immer wieder bis zum Unentschieden, etwa dem 6:6 (14.), dem 9:9 (20.) oder dem 12:12 (27.) heran. Mehr ließen die Vereinigten indes nicht zu. Bis zum Pausenpfiff erzielten sie drei Tore in Folge und gingen mit dieser komfortablen Führung in die Kabinen. Ein Vorsprung, der laut Ludwig noch höher hätte ausfallen können. „Wir haben durch einige vergebene Chancen versäumt, das Spiel schon frühzeitig zu entscheiden.”

Auch nach der Halbzeitpause ließen sich die Gastgeberinnen nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Neben der achtfachen Torschützin Hanna von Dalwig sowie Larissa Lubach und Karolin Happe, die beide sieben Tore beisteuerten, zeigte auch Natalie Weinrich im Tor der Gastgeberinnen eine überragende Leistung. „Wahrscheinlich hat sie das interne Familienduell besonders motiviert”, vermutete Ludwig mit Blick auf die besondere Beziehung zwischen ihr und TSV Spielmacherin Vilte Duknauskaite, die mit Weinrichs Bruder Dennis liiert ist. In der 45. Minute sah Duknauskaite jedoch wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt lief bei den Gästen nicht mehr viel zusammen, sodass die Ludwig-Sieben einen ungefährdeten und viel umjubelten Sieg einfahren konnte.

Nach dem Erfolg konnten die Vereinigten ihren Abstand zur auf Rang neun rangierenden Eintracht auf drei Punkte verkürzen und sind nun Tabellenzehnter. Nach Spielende hatten die Gastgeberinnen also gleich mehrfach Grund zum Feiern. Neben dem sportlichen Erfolg feierten sie auch den Geburtstag von Mitspielerin Rike Hrdina.

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