Hoof/Sand/Wolfhagen verbessert sich um einen Platz

HSG gewinnt torreiche Partie

+
Erzielte acht Tore: Karo Happe war eine der erfolgreichsten Werferinnen bei der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen. Hier steigt sie hoch, während ihre Gegnerinnen nur zuschauen können.

Hoof – Die Erleichterung war Chris Ludwig anzusehen. Nach dem 38:34 (19:20)-Erfolg seiner Sieben gegen die HSG Weitrstadt/Braunshardt/Worfelden strahlte der Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen übers ganze Gesicht.

„Der Sieg war wichtig und ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte Ludwig. Froh war er auch darüber, dass sich der Erfolg gleich in der Tabelle ablesen lässt: Dank des Sieges kletterte sein Team vom vorletzten auf den drittletzten Tabellenplatz und tauschte den Rang mit den Gästen aus Weiterstadt.

Von Beginn an sah es nicht nach einer eindeutigen Angelegenheit für die Gastgeberinnen aus. Zwar starteten sie gut in die Partie und führten binnen weniger Minuten 8:4 (8.), konnten diesen Vorsprung allerdings nicht halten. „Unsere Abwehr stand im ersten Durchgang einfach nicht gut“, analysierte Ludwig die Phase, in der es seiner Sieben nicht gelang, die Führung auszubauen. Stattdessen kamen die Gäste besser in Fahrt und holten Tor um Tor auf, glichen zum 10:10 aus und gingen gar mit einer knappen Führung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeberinnen dann vorerst völlig den spielerischen Faden verloren und lagen nach acht Minuten 22:26 zurück. Anlass für Ludwig, eine Auszeit zu nehmen und sein Team an die kurz zuvor in der Halbzeitspause ausgebene Marschroute zu erinnern. Wie diese lautete? „Ich habe noch einmal verstärkt Konzentration in der Abwehr eingefordert“, so Ludwig. „Das Spiel war mit 72 Toren eine reine Angriffsschlacht, die geprägt von zwei schwachen Abwehrreihen war.“ Nach der Traineransage lief es besser für die Hausherrinnen, die nun sicherer beim gegnerischen Angriff standen und nun auch wieder ins Tempogegenstoß-Spiel fanden. In dieser Phase sorgten vor allem die achtfache Torschützin Karolin Happe und die mit neun Treffern erfolgreichste Schützin Lea Willer mit unermüdlichem Einsatz für Akzente.

In den letzten Spielminuten war den Gastgeberinnen anzusehen, dass sie gewillt waren, die Partie für sich zu entscheiden. Das war übrigens auch, was Ludwig ihnen noch in den verbleibenden Minuten bis zum Abpfiff mit auf den Weg gegeben hatte. „Ich habe ihnen gesagt, dass heute das Team gewinnt, das den Sieg deutlicher will und das auch zeigt.“ Bei aller Freude über den Erfolg zeigte er sich nicht vollends zufrieden mit der Leistung. „Wir müssen weiter an der Konstanz arbeiten. Wir hatten wieder einige Phasen, in denen wir eingebrochen sind. Das müssen wir in den kommenden Partien verhindern.“

HSG :Rodzwiewicz, Weinrich - von Dalwig 3, Willer 9, Happe 8, Neurath 6/4, Hrdina, Kohler 3, Lubach 7, Bittdorf 1, Frankfurth 1, Ritter , Haupt.

Spielverlauf:1:0, 8:4, 8:8, 12:11, 18:18, 22:26, 27:27, 33:33, 38:33, 38:34.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.