Reinhardswald besiegt Waldau

HSG kämpft Favoriten nieder

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Anna Krause erzielt eines ihrer drei Tore für Reinhardswald. 

Die HSG Reinhardswald sorgt weiter für Furore in der Frauenhandball-Landesliga und besiegte den Tabellenzweiten TSV Heiligenrode 30:28. Von einer Überraschung gegen den Ersten Tuspo Waldau durfte die SHG Hofgeismar/Grebenstein träumen, musste sich aber am Ende mit 20:25 geschlagen geben. Die HSG Wesertal II stand bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II auf verlorenem Posten.

Hofgeismar/Grebenstein - Waldau 20:25 (12:9). Die SHG erwischte gegen den Spitzenreiter einen hervorragenden Start und ging mit 3:1 in Führung. Diese baute sie auf 6:2 aus und hielt diesen Vorsprung bis zum 8:4. Zur Pause führten die Gastgeberinnen immerhin mit drei Toren, weil sie sich im Spiel nach vorne nicht aus der Ruhe bringen ließen, den Ball durchspielten und mit Druck auf die Abwehr gingen. Durch Kreuzungen im Rückraum wurde die Waldauer Abwehr in Bewegung gebracht. Hinten wurde eine aggressive Abwehr gespielt. Dazu konnte Torhüterin Michelle Mander einige Bälle parieren. Auch in der zweiten Hälfte lief es zunächst sehr gut und Jenny Hübner konnte das 16:12 markieren. Im letzten Drittel des Spiels machte sich dann aber ein Kräfteverschleiß bei den Gastgeberinnen bemerkbar. Die Konzentration sank und die Zahl der technischen Fehler erhöhte sich. Waldau nutzte diese Schwächen. Mit vier Toren in Folge gelang der Ausgleich und neun Minuten vor Schluss gab es die erste Führung mit 18:17. Die SHG verfiel mehr und mehr in Hektik, die Gäste zogen davon.

Hofgeismar/Grebenstein: Mander, Knieriem - Schindewolf, Eckhardt, Rühl, Sohn, Göttlicher (6), Stollfuß (1), Jäger, V. Klapp, Enders (1), Hübner (4), Grede (2), Rietschel (6/1).

Reinhardswald - Heiligenrode 30:28 (18:12). Mit dem Tor von Pia Kompa drei Sekunden vor Schluss war der 30:28-Erfoplg über den Zweiten TSV Heiligenrode perfekt. Dementsprechend groß war der Reinhardswälder Jubel nach dem Spiel. „Wir haben uns den Sieg verdient, weil wir bis auf einen Durchhänger Mitte der zweiten Halbzeit großartig gespielt haben“, zeigten sich die HSG-Trainer Wilfried Grohmann und Jörn Fülling von ihrer Mannschaft begeistert. Gegen den Landesligaabsteiger legten die Gastgeberinnen gleich eine 4:0-Führung vor. Danach kamen die Gäste zwischenzeitlich auf zwei oder drei Tore heran, doch zur Pause lag der Tabellenvierte sogar mit 18:12 vorne. Auch in der zweiten Hälfte schien es zunächst so weiterzulaufen, als Anne Krause per Tempogegenstoß auf 22:15 erhöhte. Danach drehten aber die Gäste auf, während sich die HSG gegen die beiden vorgezogenen TSV-Spielerinnen sehr schwer tat. In der 46. Minute gelang der 24:23-Anschlusstreffer.

Zwei weitere Male konnten die Gäste auf ein Tor verkürzen, mehr ließen die großartig kämpfenden Gastgeberinnen nicht zu. Zweimal Pia Kompa und einmal Sarah-Isabelle Löber erhöhten sechs Minuten vor dem Ende auf 29:25. Beim Stand von 29:27 konnte Jacqueline Hanses eine Großchance vereiteln. Nach einer Auszeit in der Schlussminute gelang dem TSV per Tempogegenstoß das 29:28.

Reinhardswald: Hanses, Seifert - Krause (3), Lange (1), Chudigiewitsch, Hertkorn (2), Seitz (2), Heuer (3), Schwarz, Kompa (10/3), Löber (9), Kolle.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II - Wesertal II 33:19 (18:10).Mit nur einer Auswechselspielerin angetreten stand die HSG Wesertal II bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II von vorne herein auf verlorenem Posten. Dennoch fanden die Gäste gut ins Spiel und legten bis zum 8:7 immer ein Tor vor. Durch ein wenig Wurfpech mit Pfostentreffern, die die Gastgeberinnen zu Tempogegenstößen verwerteten, gerieten sie mit 8:12 und 9:16 zunehmend ins Hintertreffen. Nach dem 18:10 zur Pause ging es in der zweiten Hälfte nur noch darum, die Niederlage in Grenzen zu halten.

Wesertal II: Hennecke - Pfahler, Kira Köster (5), Cohaus (2), Betker (2), Eckert (5), Brockmann (3), Al Sabsabi (2), C. Schilke.  zmw

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