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Jubel nach spannendem Spiel

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Dynamisch und durchsetzungsstark: Lea Immelnkämper überspringt Kirchhofs Alma Jaen Loro. Links Nele Bittdorf.
Dynamisch und durchsetzungsstark: Lea Immelnkämper überspringt Kirchhofs Alma Jaen Loro. Links Nele Bittdorf. © Joachim Hofmeister

Das war nichts für schwache Nerven. In dem an Spannung kaum zu überbietenden Derby bezwangen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen vor heimischen Publikum die Reserve der SG Kirchhof mit 27:24 (13:13).

Sand - „Das war einfach unglaublich“, resümierte denn auch ein glücklicher Chris Ludwig. Der HSG-Coach meinte damit nicht nur die Leistung seiner Sieben, sondern auch die tolle Zuschauerkulisse in der vollbesetzten Schulsporthalle in Sand sowie den gesamten Spielverlauf.

Der war nämlich alles andere als gewöhnlich. Die Gastgeberinnen starteten hoch motiviert in die Partie gegen die mit fünf Drittliga-Spielerinnen angereisten Gäste. Gegen die hochkarätige Besetzung hatte sich die HSG einiges vorgenommen. Jetzt erst recht - so lautete das Motto, das Ludwig ausgegeben hatte.

„Wir wollten den Sieg von der ersten bis zur letzten Minute und damit zeigen, dass wir auch gegen ein mit Drittliga-Spielerinnen verstärktes SG-Team gewinnen können.“ Den unbedingten Siegeswillen zeigten die Gastgeberinnen von Beginn an. Noch ehe sich die SG besann, lagen die Vereinigten durch Tore von Ilka Ritter, Franziska Chmurski und Anne Eichhofer mit 3:0 (4.) vorn. Dann fand der Dritte, für den das Erreichen der Aufstiegsrunde noch nicht sicher ist, besser ins Spiel.

Es entwickelte sich fortan ein offener Schlagabtausch mit jeweils wechselnden knappen Führungen. Entsprechend ausgeglichen endete der erste Durchgang (13:13).

Nach dem Seitenwechsel geschah dann das von Chris Ludwig beschriebene Unglaubliche: Die Gastgeberinnen wuchsen regelrecht über sich hinaus. Sie agierten hoch konzentriert in der Abwehr und ließen knapp 15 Minuten keinen Treffer der Gegnerinnen zu, während sie ihre eigenen Angriffe in Tore ummünzen konnten und mit fünf Toren in Folge auf 18:13 (44.) davonzogen. Wer dann jedoch dachte, dass der sich anbahnende Erfolg in trockenen Tüchern sei, sah sich getäuscht. Denn auch die Gäste trugen zum Unglaublichen bei. Sie glichen nicht nur zum 20:20 (52.) aus, sondern gingen auch noch in der 54. Minute mit drei Toren in Führung. Für Chris Ludwig Anlass, eine Auszeit zu nehmen. „Wir haben den Sieg sicher“, habe er darin zu seinem Team gesagt und zunächst leicht ungläubige Blicke geerntet. Zurück auf dem Spielfeld hatte dann aber wohl jede einzelne Spielerin Ludwigs Aussage verinnerlicht. Und damit die nächste und letzte Phase unglaubliche Phase des Spiels eingeläutet.

Die verbliebenden Minuten bis zum Schlusspfiff nutzten sie, um den Rückstand in einen viel umjubelten Sieg umzuwandeln.

Die Spielerinen hatten damit nicht nur sich selbst beschenkt, sondern auch den 200 HSG-Fans den Samstagabend versüßt. Vor der Partie hatten sie für alle Zuschauer Süßigkeiten verteilt als Zeichen des Danks für die treue Unterstützung bei den Heimspielen. (Martina Sommerlade)

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