Kampfgeist nicht belohnt: HSG Wesertal unterliegt HSG Baunatal 24:26

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Am Boden: Wesertals Torwart Tobias Wellhausen hat nach der Niederlage gegen die HSG Baunatal das Trikot über den Kopf gezogen und liegt enttäuscht auf dem Parkett.  

Oedelsheim. Mit einem Sieg im vorletzten Heimspiel zur Weihnachtsfeier ins Oedelsheimer Fährhaus - so lautete der Plan der Landesliga-Handballer der HSG Wesertal. 

Doch daraus wurde nichts. Gegen die HSG Baunatal unterlag die Sieben von Trainer Frank Rossel 24:26 (13:9). Dabei sah es lange danach aus, dass sich der Wesertaler Wunsch erfüllen könnte. Nach ausgeglichenem Beginn steigerten sich die Hausherren nämlich Mitte der ersten Halbzeit und zogen vom 6:6 über 8:8 auf einen Drei-Tore-Vorsprung zum Pausenpfiff davon. Sehr zur Freude der knapp 300 Zuschauer in der Sporthalle Oedelsheim, die ihr Team frenetisch bejubelten.

Torhüterwechsel

In der Halbzeitpause waren diese wohl noch guter Hoffnung, dass sich auch die wohlwollende Erinnerung auf der ersten Seite des Hallenheftchen bewahrheiten würde: „Immer daran denken. Die Punkte bleiben im Wesertal.“ Doch der Irrtum hätte größer nicht sein können. Zwar erhöhten die Gastgeber nach Wiederanpfiff noch auf 14:9, dann jedoch verloren sie ihren spielerischen Faden. „Wir haben einfach zu viele Chancen vergeben“, analysierte Rossel die Phase, in der sein Team vermehrt am Baunataler Maximilian Suter (Rossel:„Der Torwartwechsel hat uns das Genick gebrochen“) scheiterten oder nur den Pfosten trafen. Kämpferisch mochte Rossel seinem Team keinen Vorwurf machen: „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, aber der Kampf wurde nicht belohnt“, so Rossel.

Woran es lag, dass seine Akteure den Vier-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit retten konnte? Der Routinier kann da lediglich Vermutungen anstellen: „Das ist wahrscheinlich reine Kopfsache. Vielleicht denken meine Spieler, sie könnten einen Gang zurückschalten. Das wäre natürlich eine fatale Fehleinschätzung.“

Ob dieser Gedanke tatsächlich in den Köpfen der Gastgeber vorherrschte, wird sich nicht abschließend klären lassen. Den Gästen war das wohl egal. Sie nahmen die Wesertaler Unkonzentriertheiten im Abschluss und Einladungen zum Tempogegenstoß gern an und fuhren nach zuletzt kampfbetonten Begegnungen und einer an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase den knappen Erfolg ein. „Es ist genau das eingetreten, was ich vorausgesagt habe. Wir wussten, dass die Baunataler kompakt in der Abwehr stehen und uns damit das Leben schwer machen könnten. In diesem Fall hätte ich gern mal Unrecht gehabt“, resümierte ein enttäuschter Frank Rossel.

Erleichtert über den Erfolg zeigte sich Gäste-Akteur Tobias Oschmann. „Wir haben uns zuerst aus dem Tritt bringen lassen und erst im zweiten Durchgang gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Ich freue mich, dass es dann auch geklappt hat.“

HSG Wesertal:Wellhausen, Gerland - M. Herbold, Lobitzt, T. Herbold 2, Müller 1, Simon 8/1, Kaufmann, Helling 3, Brunst 1, Theis 3, Wellhausen 1, Wunder 1, Dworog 4.

HSG Baunatal: Henkel, Suter - Bachmann 1, Oschmann 3, Gruber 4, Richter 6/3, Wagenführ 3, Mett 5, Käse 2,/1, Seiffert 1 Guthardt 1, Cammann, Hartung, Range.

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