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Keine Tore bei Gries‘ Heimdebüt

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Von: Raphael Wieloch

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Kampf um das Spielgerät: Caldens Lena Wiegand (links) kommt vor Hegnachs Svenja Gajewski an den Ball.
Kampf um das Spielgerät: Caldens Lena Wiegand (links) kommt vor Hegnachs Svenja Gajewski an den Ball. © Raphael Wieloch

Calden – Gemessen am aktuellen Tabellenbild feierte der TSV Jahn Calden beim 0:0 im Heimspiel gegen den SV Hegnach durchaus einen Achtungserfolg. Zwar verpasste es der Frauenfußball-Regionalligist, nach dem 2:1 in Herrenberg drei Punkte nachzulegen, allerdings hatte dieses träge Spiel auch keinen Sieger verdient.

Bei Temperaturen, die regelrecht nach Winterpause schreien, bekamen die etwa 100 Zuschauer auf dem Caldener Kaiserplatz alles andere als einen Leckerbissen geboten. Zäh war es – und Höhepunkte rar gesät. Die einzige nennenswerte Möglichkeit in der ersten halbe Stunde gehörte der etwas überraschend weil angeschlagen in der Startelf stehenden Arlene Rühmer. Mehr als ein Warnschuss, der Hegnachs Torfrau Anke Langwisch nicht in Verlegenheit brachte, war ihr Freistoß aus aussichtsreicher Position aber nicht (2.). Es folgte eine Menge Leerlauf, auch wenn sich beide Mannschaften einen intensiven, meist im Mittelfeld abspielenden Kampf lieferten.

„Wir haben das läuferisch gut gemacht und kaum etwas zugelassen“, freute sich Caldens Trainer Patrick Gries. Und in der Tat: Die Gäste, die in der vergangenen Woche noch mit einem 10:0-Erfolg über Hof haben aufhorchen lassen, kamen selten in die gefährliche Zone. Ein Schuss aus der zweiten Reihe von Maike Bendfeld, der sein Ziel allerdings weit verfehlte, war die einzige halbwegs vielversprechende Chance. Kurz darauf versuchte es Caldens Johanna Hildebrandt mit dem Kopf – dann war Pause.

Aus der Kabine kam der TSV personell unverändert und druckvoll. In der vielleicht wuchtigsten Phase des gesamten Spiels vergab Hildebrandt mehrere Halbchancen. Als sich Hegnach aber aus der Umklammerung gelöst hatte und wieder in die Handlungsebene kam, musste Calden eine höchst brenzlige Situation überstehen. Nach einem scharf getretenen Freistoß herrschte kurzweilig komplettes Chaos im Strafraum und am Ende klärte Rühmer in höchster Not auf der Torlinie (62.).

In der Schlussphase erarbeitete sich Hegnach ein optisches Plus, während Calden auf Kontersituationen lauerte. Mehrfach ergaben sich so verheißungsvolle Situationen für die Gastgeberinnen, die sie am Ende aber nicht gut ausspielten. Gefährlich wurde es nur noch auf der Gegenseite. Sara Reichel probierte es nach Vorarbeit von Silvana Arcangioli aus der Distanz (76.), während Isabel Schlipf nach einem Eckball per Kopf nur den Pfosten traf (90.). Danach war Schluss.

„Ich bin zufrieden mit dem Punkt. Die Mädels haben die Vorgaben gut umgesetzt“, so Gries nach seinem ersten Heimspiel als neuer Coach. (Raphael Wieloch)

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