Frauenfußball: Hessenligist Zierenberg nur 0:0 gegen Schlusslicht Roßdorf

Kellerderby ohne Sieger

Am Boden zerstört: Der TSV Zierenberg, der zu Hause gegen Schlusslicht Roßdorf nicht über ein torloses Remis hinauskam, muss den bitteren Weg des Abstiegs aus der Frauenfußball-Hessenliga antreten. Foto: Michl

Zierenberg. „Heute sehen wir für die nächste Zukunft vermutlich den letzten Sieg unserer Mannschaft in der Frauenfußball-Hessenliga.“ Das sagte Zierenbergs Teammanager Lothar Rietze vor der Heimpartie gegen den mit der roten Laterne angereisten RSV Roßdorf. Rietze sollte sich irren. Denn im Duell der schon als Absteiger feststehenden Kellerkinder, Zierenberg als Vorletzter, die Gäste aus Mittelhessen Schlusslicht, gab es keinen Sieger.

Beim Schlusspfiff des souverän leitenden Unparteiischen Daniel Losinski (Immenhausen) stand ein torloses Remis zu Buche. Platzherren-Interimstrainer Marvin Pötter brachte es kurz und knapp auf den Nenner: „Wenn man nicht auf das gegnerische Tor schießt, dann kann man auch keine Treffer erzielen.“

In der Tat: Vor allem in der Schlussphase standen die Zierenbergerinnen im Ballbesitz mehrfach im Roßdorfer Straf-, beziehungsweise Fünf-Meter-Raum. Doch anstatt sich einmal ein Herz zu fassen, einfach einmal draufzuhalten, wurde jedes Mal die Nebenspielerin gesucht. Gemäß dem Motto: Die wird es dann schon richten.

Die wohl klarste Chance zur TSV-Führung hatte Gianna Zachan (44.). Völlig allein vor RSV-Torwartin Laura Greb hätte sie sich jeden Winkel des Kastens aussuchen können, brachte aber das Kunststück fertig, das Ziel zu verfehlen. Ähnliche Situation nach der Pause durch Janica Schmidt und Laura Frank.

Zu diesem Zweitpunkt hätten die in der Abwehr kompakt stehenden Gäste aber schon die Nase vorne haben können. Lea Ruth und auch Nadezhda Diova ließen jeweils eine klare Torchance liegen. Und auch in der zweiten Spielhälfte ließen die Roßdorferinnen mehrfach die Luft im Zierenberger Strafraum durch Michelle Pless oder Marisa Kraus lichterloh brennen. Apropos Michelle Pless. Als sie im TSV-Strafraum gegen zwei Abwehrspielerinnen zu Fall kam, hätte vermutlich ein anderer Schiri auf den Punkt gezeigt. Den bühnenreifen Sturz bewertete Losinski jedoch als Schwalbe.

Mariv Pötter gewann der Partie trotzdem noch etwas Positives ab: „Nach langer Zeit haben wir endlich einmal kein Gegentor gefangen.“

Zierenberg: Thöne - Schmand, Weiß, Landinghoff-Schmidt, Davies, Geppert, Schmidt, Frank, Zachan (58., Michels), Alexi, Wagner (72., Gerhardt).

Von Reinhard Michl

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