Hersfeld war  in Oedelsheim ohne Chance

Klarer Sieg für Wesertaler Frauen

Schwer zu halten: Wesertal, hier Clara Przyludzki, hatte gegen den TV Hersfeld keine Probleme und gewann das letzte Heimspiel des Jahres souverän mit 29:23. Foto: Rieß

Oedelsheim – Einen zu keiner Phase gefährdeten 29:23 (14:10)-Heimsieg feierten die Wesertaler Landesliga-Handballerinnen am frühen Sonntagabend gegen den Hersfelder TV. Sie bleiben damit Tabellendritter.

Anfangsphase

Die Gäste konnten eigentlich nur in der Anfangsphase mithalten. Nach drei Minuten stand es immer noch 0:0, ehe sich die Angriffsreihen etwas treffsicherer zeigten. Bis zum 5:5 war es ausgeglichen, dann zog Wesertal Tor um Tor davon.

Die Führung

Wesertals Torfrau Diana Henze war wieder ein sicherer Rückhalt ihrer Mannschaft und einige gehaltene Siebenmeter führten letztlich dazu, dass die Gastgeberinnen im letzten Heimspiel des Jahres Mitte der ersten Halbzeit schon einen beruhigenden 12:6-Vorsprung hatten. Auch wenn die Gäste vom TV Hersfeld bis zur Pause noch auf 10:14 verkürzen konnten, richtig gefährlich nahe kamen sie nicht mehr.

Die zweite Halbzeit

„In der zweiten Halbzeit haben wir unseren Vorsprung sicher verteidigt“, meinte Trainer Jürgen Herbold nach dem Schlusspfiff, der zu keinem Zeitpunkt um die zwei Punkte bangen musste. Zu souverän spielte seine Sieben, die den Gegner jederzeit im Griff hatte.

Wesertaler Stärken

Die Stärken der HSG zogen sich durch die gesamte Mannschaft. Die Abwehr stand stabil und ließ mit 23 Gegentreffern weniger zu als üblich. Der Schnitt liegt bei 25,7 Treffern je Spiel. Im Angriff klappte die im Training einstudierte Überkreuzbewegung, freute sich Trainer Herbold und auch die Moral des Teams war in Takt. Wann immer es schien, als würde Hersfeld zurück ins Spiel finden, erstickte Wesertal die Hoffnung mit einem schnellen Tor, oft über außen.

Hersfelder Stärke

Dreh- und Angelpunkt der Gäste war ihre Nummer 7. Fast das ganze Spiel lief über Luisa Teichmann, doch die Wesertalerinnen waren darauf von Trainer Herbold gut eingestellt. Zwar wurde nicht direkt eine Bewacherin auf sie angesetzt, doch die gesamte Mannschaft schränkte ihre Kreise ein. Auszuschalten freilich war sie nie. Mehrere Siebenmeter holte sie für die Gäste heraus, doch Wesertal hatte ja ihre Diana Henze im Tor.

Auffälligkeiten

Wie immer lautstark angefeuert wurden die Wesertalerinnen von ihrem Publikum. Kommen in der Landesliga der Frauen im Schnitt um die 80 Zuschauer in die Hallen, sind es an der Weser doppelt so viele. Und sie bekamen am Sonntag eine Auszeit der besonderen Art. Nicht, wie üblich, wegen Timeouts, wurde das Spiel unterbrochen, sondern wegen eines gesundheitlich etwas angeschlagenen Schiedsrichters. Es waren also nicht die oft lautstarken Proteste seitens der Hersfelder Bank, die zu einem kurzen Kabinengang der menschlichen Art führte. Die Zwischenrufe allerdings quittierten die Schiedsrichter mit einer Zwei-Minuten-Strafe.

Blick auf die Tabelle

Mit dem Sieg über den Tabellensechsten Hersfeld festigte Wesertal den Platz drei, zwei Punkte hinter dem Führungsduo Fritzlar II und Vellmar. Beide treffen am nächsten Wochenende aufeinander. Wesertal muss dann zum Schlusslicht Fulda.

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