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Knappe Kiste: HSG 28:26 in Wettenberg

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Von: Martina Sommerlade

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Zeigte Nerven: Sophia Frankfurth verwarf kurz vor Schluss einen Siebenmeter.
Zeigte Nerven: Sophia Frankfurth verwarf kurz vor Schluss einen Siebenmeter. © Joachim Hofmeister

Das war nichts für schwache Nerven. Beim 28:26 (16:13)-Sieg der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen bei der HSG Wettenberg wurde das Nervenkostüm aller Beteiligten auf eine harte Probe gestellt.

Wettenberg - Denn anders als im Hinspiel, in dem die Vereinigten die Gäste aus Wettenberg mit 28:13 geradezu aus der Schauenburghalle fegten, wehrte sich der Tabellenvorletzte in eigener Halle nach Leibeskräften. Das bekam die Ludwig-Sieben von Beginn an zu spüren. Die ohne Harz spielenden Gastgeberinnen erwiesen sich als ebenbürtiger Gegner. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4, 8.) gelang es den hochmotivierten Gästen durch schöne Tore von Lea Willer, Karoline Happe und Anne Eichhofer sich mit drei Treffern abzusetzen. Diesen Vorsprung hielt Hoof/Sand/Wolfhagen bis zum Gang in die Kabinen.

Eine Achterbahn der Gefühle erlebten die Zuschauer in der gut gefüllten Wettenberger Halle dann nach dem Seitenwechsel. Bis zur 35. Minute bauten die Gäste die Führung auf nun vier Tore aus (18:14).

Wer nun aber glaubte, die Gastgeberinnen würden sich fortan in ihr Schicksal fügen und den Spitzenreiter weiter davon ziehen lassen, sah sich getäuscht. „Leider haben wir es versäumt, das Spiel in dieser Phase schon für uns zu entscheiden. Stattdessen haben wir uns wieder technische Fehler geleistet“, analysiert HSG-Coach Chris Ludwig diese Phase. Tor um Tor holten die Hausherrinnen innerhalb von vier Minuten auf und glichen zum 18:18 aus. Und auch danach fand die Ludwig-Sieben kein probates Mittel, die Gegnerinnen auf Abstand zu halten. Nach dem 19:19 in der 42. Spielminute schien sie sogar ganz den spielerischen Faden verloren zu haben und lagen plötzlich 19:21 zurück. „Das war für uns eine völlig ungewohnte Situation, die wir dann aber doch gut gemeistert haben.“ Sehr zur Freude der mitgereisten Fans, die ihr Team lautstark unterstützten. Mit Erfolg . Ilka Ritter und Lea Immelnkämper stellten den Ausgleich her (49.), Larissa Lubach stellte mit zwei Toren in Folge die Weichen für einen erneuten Erfolg der Gäste. In den Schlussminuten wurde es nochmal hektisch. In der 59. Minute zeigte die ansonsten gut aufgelegte Sophia Frankfurth Nerven und vergab einen Strafwurf. Die Gastgeberinnen kamen noch auf ein Tor heran (26:27, 59.), bevor Lea Willer mit ihrem dritten Treffer kurz vor dem Schlusspfiff den Sack zumachte. „Wir sind einfach nur glücklich, dass wir den vierten Saisonsieg einfahren konnten“, zeigte sich Ludwig erleichtert.

HSG: Sawyer, Garder - Eichhofer 5, Happe 5/2, von Dalwig 4, Ritter 4, Willer 3, Lubach 3, Immelnkämper 2, Frankfurth 2/1, Chmurski, Bänfer, Bittdorf.  (Martina Sommerlade)

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