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Freundschaft pausiert für 60 Minuten

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Von: Martina Sommerlade

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HSG Hoof/Sand/Wolfhagen
HSG Hoof/Sand/Wolfhagen © Artur Schöneburg

Hoof – Bekannt und doch neu – so lässt sich das Aufeinandertreffen der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen mit der HSG Großenlüder/Hainzell wohl treffend beschreiben. Am kommenden Sonntag (Anpfiff 18 Uhr) trifft die Ludwig-Sieben nämlich erstmals im Ligabetrieb auf den Aufsteiger, den sie seit vielen Jahren aus zahlreichen Freundschaftsspielen kennt und auch schätzt.

„Das ist echt ein nettes Team und uns verbindet eine gewisse Freundschaft“, sagt HSG-Trainer Chris Ludwig. „Aber in der kommenden Partie werden wir diese für 60 Minuten ruhen lassen müssen.“ Denn gegen die Gäste, die bisher nur einen Punkt haben, will Ludwig – Freundschaft hin oder her – vor heimischem Publikum unbedingt siegen. „Gerade gegen Gegner aus dem unteren Tabellenfeld müssen wir punkten. Das wissen auch meine Spielerinnen und gehen daher trotz freundschaftlicher Verbundenheit zu den gegnerischen Spielerinnen hoch motiviert in die Partie. Wir wollten zumindest die drei Spiele im Tabellenkeller gegen Darmstadt, Hainzell und Eddersheim II gewinnen.“

Eines der drei angestrebten Ziele gelang bereits am vergangenen Wochenende, als man die TSG Darmstadt bezwang. Ludwig konnte seinerzeit krankheitsbedingt nicht dabei sein, ist mittlerweile aber wieder genesen. Beim Heimspiel wird er wie gewohnt auf der Bank sitzen und blickt zuversichtlich auf die Begegnung: „Wir kennen die Spielweise der Gäste, die der unsrigen ganz ähnlich ist. Sie bevorzugen ebenfalls das schnelle, leidenschaftliche Spiel. Zwei Spielerinnen sind kurz vor Serienbeginn zu Kirchhof gewechselt, daher hat sich die HSG anfangs etwas schwergetan und ist nun Vorletzter. Ich warne allerdings davor, sie zu unterschätzen“, so Ludwig.

Chris Ludwig
Chris Ludwig © Martina Sommerlade

Seine Marschroute lautet daher von Beginn an hoch konzentriert zu Werke zu gehen und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. „Jetzt machen wir einfach da weiter, wo wir zuletzt gegen Darmstadt aufgehört haben. Dann sollte ein doppelter Punktgewinn drin sein.“

Dieses Unterfangen könnte auch vor dem Hintergrund glücken, dass dem 39-Jährigen der komplette Kader von 17 Akteurinnen zur Verfügung steht. „Das ist komfortabel. Aber ich habe eine schwierige Aufgabe und muss entscheiden, wer leider pausieren muss.“ (Martina Sommerlade)

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