Frauenhandball-Oberliga

Hoof/Sand/Wolfhagen in Kriftel

 Nele Bittdorf gastiert mit der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen am Sonntag beim TuS Kriftel.
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Zum Start in fremder Halle: Nele Bittdorf gastiert mit der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen am Sonntag beim TuS Kriftel.

In Corona-Zeiten vernünftigen Handballsport zu betreiben ist eine große Herausforderung. Das findet zumindest Chris Ludwig. Vor dem Auswärtsspiel seiner Sieben am Sonntag bei der TuS Kriftel (Anpfiff 16 Uhr) ist dem Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen nicht ganz wohl zumute. Gerade vor dem Hintergrund der ständig steigenden Zahlen der Covid-Neuinfektionen mahnt der 37-Jährige zur besonderen Vorsicht und der Einhaltung aller Hygienevorschriften. „Mir liegt die Gesundheit meiner Spielerinnen sehr am Herzen“, sagt er. Daher hat er sich vor der Reise nach Kriftel eingehend über die dort herrschenden Hygieneauflagen informiert.

Denn diese variieren von Verein zu Verein. So ist es bei der TuS verboten, dass sich mehr als vier Spielerinnen in der Umkleidekabine aufhalten. Das hat praktische Auswirkungen auf den gesamten Ablauf. „Wir können beispielsweise keine Halbzeitbesprechung dort abhalten, sondern müssen uns dann in der Halle eine Stelle suchen, in der wir relativ ungestört reden können.

Zur normalen Anspannung während des Spiels kommen dann noch solche Anforderungen hinzu, die wir aber auch akribisch befolgen wollen.“ Wie er die Chancen seines Teams auf einen Punktgewinn einschätzt, vermag Ludwig nicht zu sagen. „Es ist brutal schwierig, nach so einer langen Zeit vor dem ersten Spieltag eine Aussage zu treffen.“ Er wisse nicht, wo sein Team stehe. Anhand der absolvierten Trainingsspiele und des komplett zur Verfügung stehenden Kaders ist er jedoch zuversichtlich. „Da haben meine Spielerinnen gute Leisungen gezeigt. Allerdings muss sich noch einiges finden. Nach zwei, drei Spielen fällt eine Einordnung dann schon leichter.“ Auch zum Gegner kann Ludwig wenig sagen. „Durch die lange Pause hat man nicht so viel mitbekommen. Ich weiß derzeit nichts über eventuelle Zu- oder Abgänge beim TuS. Daher wollen wir uns nicht auf den Gegner, sondern auf uns selbst konzentrieren.“ In der vergangenen Serie habe man lange Zeit gegen den TuS gut mithalten können. „Gegen Ende hatten wir dann den spielerischen Faden verloren.“ Das soll dieses Mal nicht passieren. Daher hat Ludwig zuletzt viel im spielerischen Bereich trainiert.

Die letzte Übungseinheit vor dem ersten Spiel hat er jedoch zum Mannschaftsabend mit Lasertag-Spiel und anschließendem gemeinsamen Essen erklärt. „Wir wollen unsere Teammoral weiter stärken“, so Ludwig. „Wenn sich meine Mannschaft in Kriftel als Team präsentiert, in dem jeder für jeden kämpft und alle an ihre Leistungsgrenze gehen, dann ist mir der Ausgang des Spieles nicht so wichtig. Wir wollen die Gastgeber ärgern, Freude am Spiel haben und einfach das Abenteuer Oberliga erneut genießen.“  (Martina Sommerlade)

Chris Ludwig

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