Mädchenfußballtag in Calden: 58 Teilnehmerinnen waren auf dem Kaiserplatz dabei

Lust auf Ballsport machen

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Wollten den Ballsport mal kennenlernen: 58 Mädchen machten beim Mädchenfußballtag am Samstag in Calden mit. Darunter waren auch 12 Spielerinnen der Caldener Mannschaften. In einem oder zwei Jahren will der TSV Jahn Calden die Veranstaltung wiederholen. 

Calden. Mädchenfußball ist langsam, Mädels sind Weicheier und Styling gehört zu ihren wichtigsten Spielvorbereitungen: Mit Vorurteilen wie diesen wollte der TSV Jahn Calden aufräumen und junge Frauen davon überzeugen, wie viel Spaß auch das weibliche Geschlecht am Ballsport haben kann.

Mit Rückendeckung des DFB veranstalteten die Caldener am Samstag auf dem Kaiserplatz deshalb den Tag des Mädchenfußballs, bei dem 58 Teilnehmerinnen aus dem Fußballkreis Hofgeismar/Wolfhagen dabei waren.

„Jungen kommen meist automatisch zum Fußball, bei Mädchen ist das leider anders, die müssen wir noch abholen“, sagte Joachim Ciechanowski, der für die Öffentlichkeitsarbeit beim Caldener Frauenfußball zuständig ist und die Veranstaltung moderierte. Für ihn sei Frauenfußball übrigens der Bessere, da die Spielerinnen nicht so sehr rumjammerten wie ihre männlichen Kollegen und meist auch eine gute Technik zeigten.

Doch um all das ging es am Wochenende nicht, sollten die Mädels doch lediglich erstmal reinschnuppern in die beliebte Sportart, an verschiedenen Stationen erste Erfahrungen im Fußball machen. Da sollte etwa mit dem Ball gesprintet, auf eine Torwand geschossen oder sich im Passspiel der Ball zugespielt werden. Da auch zwölf Sportlerinnen der Caldener Mädchenfußballmannschaften dabei waren, bekamen diese von den Jüngeren immer mal einen bewundernden Blick zugeworfen für ihre Fähigkeiten mit dem Ball. „Natürlich wollen wir Mädchen für den Fußball gewinnen“, erklärte Ciechanowski den Sinn der Aktion.

Nachdem die Kinder die Stationen absolviert hatten, konnten sie noch das DFB-Paule-Schnupperabzeichen machen, beim Menschenkicker Spaß haben oder Staunen, was Fußballartist Alfred Reindl so alles drauf hat. Wer bis zum Ende dabei war, erlebte mit, wie der Moderator jede Menge Geschenke unter den Mädels verteilte – von Trikots über Kuscheltiere bis hin zu Taschen und Stiften als Dankeschön für ihr Interesse.

Im Vorfeld hatte der TSV den Tag an 62 Schulen im Kreis beworben, allein 150 Plakat aufgehängt und 4000 Flyer verteilt. „Beim nächsten Mal in ein oder zwei Jahren werden wir gezielt Schulen auffordern Mannschaften zu bilden, die dann an der Veranstaltung teilnehmen werden“, bemerkte der Pressesprecher, der sich auch eine etwas stärkere Beteiligung erhofft hatte. Immerhin vier Mädchen bekundeten schon am Samstag Interesse am Fußball. Sollten diese aktiv werden, war es doch schon ein kleiner Erfolg. (zta)

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