Hombressen/Udenhausen gewinnt Spitzenspiel gegen Rothwesten mit 6:0 

Meiterschaft vor Traumkulisse

Jubel: Drei Treffer erzielte Dominik Lohne (Mitte). Hier beglückwünschen ihn seine Mitspieler zu seinem dritten Treffer. Foto: Rieß

Hombressen – Geschafft. Hombressen/Udenhausen wird in der nächsten Saison in der Fußball-Verbandsliga spielen.

Die Spitzenbegegnung gegen den Tabellenzweiten TSV Rothwesten gewann die Elf von Trainer Marco Siemers mit 6:0 (1:0) und ist damit in den verbleibenden beiden Spielen nicht mehr vom Spitzenplatz zu verdrängen. Fragen und Antworten zum Spitzenspiel.

War der Sieg von Hombressen/Udenhausen verdient?

Ja, wenngleich er zu hoch ausfiel. Rothwesten war vor allem in der ersten Halbzeit ein ebenbürtiger Gegner. Es war kein Zufall, dass es ein Sonntagsschuss war, mit dem Nico Siebert die SG in Führung brachte. In der letzten Minute vor der Pause zirkelte er einen Freistoß aus 25 Metern Entfernung in den Torwinkel.

Gab es sonst Torchancen in der ersten Halbzeit?

So richtig zwingende Möglichkeiten zum Torerfolg hatte die SG in den ersten 45 Minuten nicht. Das schnelle Umschaltspiel störte Rothwesten gekonnt und mit viel Engagement. So waren es meist Fernschüsse, die aufs Tor kamen. Die größte Torchance in der ersten Halbzeit hatte Rothwesten nach acht Minuten. Auch das, bezeichnenderweise ein Fernschuss von Igor Losic. Mit einer Glanzparade verhinderte SG-Keeper Alexander Seeger einen frühen Rückstand.

Wie verlief die zweite Halbzeit?

Sie begann im Prinzip wie die erste aufgehört hatte: Mit einem Tor für die SG. Hatte Siebert von halbrechts seinen Freistoß im gegnerischen Tor versenkt, so machte es Dominik Lohne (49.) diesmal von der halblinken Seite. Und weil’s so schön war, traf er zehn Minuten später erneut per Freistoß. Zirkelte er beim 2:0 den Ball über die Mauer, so sah er beim 3:0 eine kleine Lücke in der Mauer und hielt drauf. „Ich dachte, das könnte funktionieren“, meinte er nach dem Spiel – und es funktionierte.

Gab sich Rothwesten nach dem 0:3 geschlagen?

Absolut nicht. Im Gegenteil: Der TSV hatte nach diesem Rückstand mehrere gute Chancen durch Sebastian Ullrich und Eyüp-Emre Akman, doch Seeger im SG-Tor vereitelte sie alle. „Alexander machte heute den Unterschied“, meinte Rothwestens Trainer Patrick Klein. Dass die SG noch durch Lohnes dritten Treffer (63.) und zwei Tore von Oliver Speer (78., 90.) auf 6:0 erhöhte, spiegelte deshalb nicht die wahren Kraftverhältnisse auf dem Platz wieder. „Rothwesten war ein starker Gegner und kam nicht zuletzt als Tabellenzweiter nach Hombressen“, zollte SG-Trainer Marco Siemers dem TSV Respekt.

Wie war die Stimmung in Hombressen?

Die war schon vor dem Anpfiff klasse. Traditionell kommen zur SG viele Zuschauer, doch zum Schlagerspiel war klar, dass es eine Rekordkulisse geben würde. 650 Anhänger kamen und sie feuerten ihre Mannschaft lautstark an. „Das ist beste Werbung für den Fußball“, meinte auch Klassenleiter Horst Riemenschneider, der von einem würdigen Meister sprach und Rothwesten lobte, weil es zu keiner Zeit aufsteckte.

Was sagte Meistertrainer Marco Siemers nach dem Sieg?

Der lobte seine Mannschaft, die sehr fokussiert in die Begegnung gegangen sei. Er sprach von einem verdienten Erfolg, gab seinem Gegenüber Patrick Klein aber recht, der den SG-Sieg als vedient aber zu hoch bezeichnete.

Gab es auch einen Pechvogel?

Ja. Nils Hofmeyer. Der Kapitän gehörte die ganze Saison über zu den absoluten Leistungsträgern, konnte aber am Sonntag nicht spielen. Er hatte sich beim Abschlusstraining am Freitag eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Wenn er auch nicht mitspielen konnte, mitjubeln konnte er am Ende: „Ich bin total glücklich“, freute er sich.

Was war nach dem Abpfiff los?

Da zeigten die Spieler der SG, dass sie feiern können. Unzählige Bier- und Sektduschen sowie lautstarke Siegesgesänge zeugten von der Freude. Die passenden Sweatshirts lagen schon bereit: „Aufstieg in die Verbandsliga“ hieß es da.

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