Mike Britting löst Stefan Schindler ab

Führungsriege: Einstimmig gewählt wurden Kreisschiedsrichterobmnann Mike Britting (Zweiter von links), sein Stellvertreter Udo Bernhart (daneben) sowie Philipp Metzger (Öffentlichkeitsarbeit, links) und Lehrwart Patrick Büscher (rechts),

Der 38-Jährige Holzhäuser wurde als Schiri-Chef im Fußballkreis Hofgeismar-Wolfhagen gewählt. Schindler kandidierte nicht mehr, weil er dass Amt des Kreisfußballwarts anstrebt.

Hofgeismar/Wolfhagen. Der Fußballkreis Hofgeismar-Wolfhagen hat einen neuen Chef für die Schiedsrichter. Beim Kreisschiedsrichtertag am Freitagabend in Hofgeismar wurde Mike Britting (TSV Holzhausen) einstimmig zum neuen Schiedsrichterobmann des Fußballkreises gewählt. Der 38-Jährigge Britting löst Stefan Schindler ab, der seit der Fusion der beiden ehemaligen Fußballkreise Hofgeismar und Wolfhagen im Jahr 2004 Schiedsrichterobmann war.

Die Planungen für die Nachfolge Schindlers liefen bereits seit einem Jahr, sagten beide im Gespräch mit unserer Zeitung. Schindler gebe das Amt des Schiedsrichterobmanns auf, weil er seinerseits für die Nachfolge von Willi Röhn als Kreisfußballwart vorgesehen sei. Der 65-Jährige Röhn habe ihn selber gebeten, seine Nachfolge anzutreten, sagte der für den TSV Fürstenwald noch immer aktiv pfeifende Schindler. Der Kreisfußballtag soll am 12. März bei der Vollversammlung in Sand einen neuen Kreisfußballwart wählen. Dass Stefan Schindler in dieses Amt gewählt werden wird, gilt als sicher.

Das liegt auch daran, dass Britting und Schindler „als eingeschworenes Team antreten“, wie beide erklärten. Die jahrelange hervorrangende Zusammenarbeit habe auch zu einer „menschlichen Verbundenheit“ geführt. Britting gab zu verstehen, dass er sein neues Amt niederlegen würde, sollte Schindler am 12. März nicht gewählt werden.

Mike Britting ist derzeit im Fußballkreis derjenige Schiedsrichter, der „am höchsten pfeift“ und zwar in der Hessenliga. Auch Schindler pfiff in früheren Jahren bis zur höchsten Amateurklasse auf Landesebene.

Das Team um den neuen KSO herum bilden sein Stellvertreter Udo Bernhart (TuSpo Grebenstein) Kreislehrwart Patrick Büscher (MTSV Helmarshausen) und Philipp Metzger (FSV Wolfhagen) als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit des Fußballkreises. Alle vier wurden in ihren Ämter bestätigt. Derzeit verzeichnet der Fußballkreis insgesamt 107 aktive Schiedsrichter.

Britting und Schindler machten deutlich, dass die Arbeit der Schiris in den vergangenen Jahre nicht leichter geworden ist. Die verbalen und teilweise sogar körperlichen Attacken gegen Schiedsrichter hätten zugenommen. „Die Hemmschwelle ist deutlich gesunken“, sagt Britting, das fange zum Teil schon in der B-Jugend an. Stefan Schindler kann seinerseits über eine ganze Reihe unangenehmer Vorfälle auf dem Platz berichten. Zuweilen seien sogar Spielabbrüche unvermeidlich gewesen. „Dass es in solchen Fällen massive Strafen für die Spieler und auch die Vereine setzen muss, ist unausweichlich“, sagt Britting.

Damit auch die NachwuchsSchiedsrichter mit solch immer wiederkehrenden heiklen Situationen auf dem Platz umzugehen lernten, wolle der Fußballkreis ein neues Projekt „Jugendbegleitung“ starten. In diesem sollen junge Schiedsrichter von älteren, erfahrenen Kollegen ein Zeitlang begleitet und beraten werden. „Ziel ist, die Autorität der Schiedsrichter zu stärken“, sagt Mike Britting.

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