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Müller-Tor in der 120. Minute

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Von: Joachim Hofmeister

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Trommler im grünen Dunst: Moritz Ziegler und viele weitere SG-Anhänger feuerten den A-Ligisten kräftig an.
Trommler im grünen Dunst: Moritz Ziegler und viele weitere SG-Anhänger feuerten den A-Ligisten kräftig an. © Joachim Hofmeister

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin,“ skandierten rund 40 Anhänger des Fußball-A-Ligisten SG Weser/Diemel in der Schlussphase der Verlängerung des Kreispokal-Halbfinalspiels gegen den FSV Dörnberg.

Helmarshausen - Die Sensation lag am Ostersamstag in der Luft. Am Ende aber setzte sich der Verbandsligist durch und zog mit einem verdienten, aber glanzlosen 1:0 (0:0)-Zittersieg ins Finale ein.

Das Tor von Florian Müller in der 120. Minute besiegelte die Endspiel-Teilnahme des FSV und beendete gleichzeitig alle Hoffnungen der Bad Karlshafener in ihrem „Spiel des Lebens” auf den großen Coup.

Die SG-Fanclub-Burschen mit Trommler Moritz Ziegler an der Spitze gaben von Anfang an alles in Helmarshausen. „Dörnberg, Dörnberg ist nervös“, wurde jeder Fehlpass und jeder Ballverlust der Gäste bejubelt. Für jede gelungene Aktion der eigenen Mannschaft spendeten sie viel Beifall und zündeten Bengalos in den Vereinsfarben.

Den Gästen fiel sowohl in der ersten als auch zweiten Halbzeit wenig ein. Dörnberg hatte deutlich mehr Ballbesitz, kreierte aber kaum Chancen. Lediglich Kevin Richter Mitte des ersten Durchgangs und Florian Müller (52.) sorgten für Gefahr. Auf der anderen Seite hätte Dustin Genz den Spielverlauf auf den Kopf stellen können. Der SG-Angreifer lief allein auf FSV-Keeper Tarik Schmidt zu, schoss den Ball aber aus halblinker Position am Dörnberger Kasten vorbei (88.).

Auch in der Verlängerung taten sich die drei Klassen höher spielenden Habichtswalder gegen tief stehende und tapfer kämpfende SG-Spieler schwer. Dörnberg hatte aber auch Pech. Der eingewechselte Tom Biedebach hämmerte das runde Leder an die Unterkannte der Latte (102.). Als sich dann fast alle auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten und die SG-Fans ihre Elf schon auf dem Weg nach Berlin sahen, schlug Timo Dauber einen weiten Flankenball zu seinem Bruder Dennis. Der Ältere der beiden nahm den Ball volley und drosch ihn in den SG-Strafraum, wo Florian Müller den Fuß hinhielt und zum viel umjubelten 0:1 traf.

„Die Niederlage ist extrem bitter“, sagte Andreas Niescery. „Die Jungs konnten in ihrem Spiel des Lebens dem Gegner lange Paroli bieten“, lobte der SG-Trainer.

„Weser/Diemel hat bombig verteidigt. Wir haben nicht schlau genug gespielt und das schnelle Spiel über Außen vernachlässigt“, resümierte sein Gegenüber Matthias Weise. „Wollen wir das Endspiel gewinnen, müssen wir ein anderes Gesicht zeigen.“ Gegner ist der Kreisoberligist FC Oberelsungen (1:0 in Immenhausen). Termin und Ort stehen noch nicht fest. (Joachim Hofmeister)

Siegtorschütze: Florian Müller, hier gestört von Leon Piechowiak, schoss Dörnberg ins Finale.
Siegtorschütze: Florian Müller, hier gestört von Leon Piechowiak, schoss Dörnberg ins Finale. © Joachim Hofmeister

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