Handballerin Nele Bittdorf in der Bundesliga

+
Ein Kindheitstraum wurde wahr: Nele Bittdorf aus Calden war in der Handball-Bundesliga beim Spiel der Bad Wildungen Vipers gegen Dortmund dabei.

Calden. Es gibt Momente im Leben, die vergisst man wohl nie. Nele Bittdorf erlebte solch einen Moment am vergangenen Wochenende. Genauer gesagt am Samstag um 19 Uhr.

Da hatte die 17-jährige Handballerin ihren ersten Einsatz in der Handball-Bundesliga: Die A-Jugendliche der TSG Dittershausen mit Zweitspielrecht für die HSG Bad Wildungen gehörte in der Partie der Vipers gegen Borussia Dortmund zum Kader von Trainerin Tessa Bremmer.

„So einen Moment kann man kaum in Worte fassen, sondern nur fühlen“, sagt die talentierte Spielerin. Intensive Gefühle hatte sie bei ihrem ersten Auftritt in der ausverkauften Ense-Halle zuhauf. Das Überstreifen ihres Trikots mit der Nummer 55, die Minuten vor dem Anpfiff und schließlich das Einlaufen aufs Feld sowie das Mitfiebern auf der Bank empfand die Oberstufenschülerin als sehr emotional: „Das war ein echter Mix der Gefühle“, sagt sie. Eine Mischung aus Aufregung, Anspannung und Faszination. Und ja, ein wenig Stolz sei auch dabei, vor allem aber unbändige Freude.

Freude über das Erreichen ihres Kindheitstraums. Freude über die tolle Atmosphäre in der Halle. Kurzum: Freude darüber, dabei sein zu dürfen. Auch, wenn sie beim 27:27 (11:12) gegen die Gäste aus Dortmund keinen Spielanteil hatte. „Das war für mich völlig in Ordnung“, betont die Caldenerin.

Nachdem ihr Team noch achteinhalb Minuten vor Schluss mit 19:23 in Rückstand gelegen hatte, hätte sie sich einen Einsatz auch kaum vorstellen können. „Das war am Ende so knapp und aufregend, dass ich einfach nur mitgefiebert und mich am Schluss riesig über den Punktgewinn gefreut habe.“

Begeisterung herrschte auch bei den 840 Gästen, darunter auch Neles Eltern Ulrich und Martina Bittdorf. Letztere hatte ein Video vom ersten Bundesligaspiel ihrer Tochter erstellen wollen, war aber unzufrieden mit dem recht verwackelten Ergebnis. „Ich war total gerührt und habe beim Filmen wohl etwas gezittert. So was erlebt man schließlich nicht jeden Tag“, sagt sie.

Es gibt sie eben auch bei Eltern: Die Momente, die man so schnell nicht vergisst.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.