Trainer von Hoof/Sand/Wolfhagen nach Heimniederlage sauer

„Niemand fühlt sich verantwortlich“

Bruchlandung: Wie Annika Neurath so war die ganze Mannschaft von Hoof/Sand/Wolfhagen nach der Niederlage gegen Walldorf am Boden. Foto: Sommerlade

Sand – Das war wohl nichts. Der Plan der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen, beim Heimspiel gegen die TSG Walldorf zu punkten ging nicht auf. Gegen den Vierten unterlag das Team von Chris Ludwig 19:22 (7:10).

Sehr zum Ärger des HSG-Coachs: „Das war heute ein mannschaftlicher Totalausfall. Ich bin richtig sauer. Und total enttäuscht, weil ich die Moral in der Mannschaft vermisst habe.” Keine der Spielerinnen habe nur annähernd Normalform erreicht. Diese hätte wahrscheinlich sogar gereicht, um die Gäste zu bezwingen.

Es war nämlich kein Hexenwerk, was die ersatzgeschwächte TSG im Angriff zeigte. Das sah auf TSG-Trainer Jens Illner so. „Wir haben keine Angriffsmaschinerie und müssen den Torerfolg stets in Eins-gegen-Eins-Verhalten suchen. Aber auch das ist uns heute vor allem im ersten Durchgang nicht allzu gut gelungen.”

Dennoch lagen die Gäste von Beginn an in Front und gaben die Führung auch während des gesamten Spielverlaufs nicht ab. Zwar kämpften sich die Hausherrinnen in einigen Phasen bis auf ein Tor heran, wie beispielsweise beim 7:8 (24.), 11:12 (42.) oder 17:18 (54.), verpassten es in den entscheidenden Situationen jedoch, nachzulegen. „Wir standen uns selbst im Weg. Was wir gezeigt haben, war höchstens Landesliga-Niveau. Es ist unfassbar”, ließ Ludwig seinem Ärger kurz nach dem Abpfiff freien Lauf.

In die Statistik mochte er übrigens gar nicht erst schauen. „Das kann ich mir sparen. Das Ergebnis zeigt es deutlich. Mit 14 Feldtoren kann kein Spiel gewonnen werden.” Auffällig waren nämlich die vielen technischen Fehler, die seiner Sieben in der Sander Schulsporthalle unterlaufen waren.

Die Ursache dafür hatte er schnell ausgemacht. „Diese Ungenauigkeiten resultieren daraus, dass meine Spielerinnen den Ball und damit auch die Verantwortung einfach nur weitergeben wollen. Wenn sich niemand verantwortlich fühlt, geht es naturgemäß schief. Das haben wir heute erlebt.”

In den kommenden Trainingseinheiten soll diese Problematik intensiv bearbeitet werden. “Unser Selbstbewusstsein hat jetzt doch etwas gelitten. Das gilt es wieder aufzubauen. Denn wir benötigen allmählich Zählbares.” Gegen den Vierten sei ein Sieg in Normalform möglich gewesen. Der Erfolg der Gäste gehe jedoch in Ordnung: „Walldorf hat besser gespielt und verdient gewonnen.”

HSG: Rodziewicz, Weinrich - Neurath 7/5, von Dalwig 4, Lubach 4, Sule 1, Ritter 1, Happe 1, Frankfurth 1, Willer, Haupt, Bittdorf, Hrdina.

TSG:Grote 9/5, Schönhaber 4/1, Zimmermann 3, Unnold 2, Kornhuber 2, Rausch 1, Schäfer 1.

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