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Oberelsungen holt den „Pott“

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Von: Michael Wepler

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Austragungsstätte: In Holzhausen findet am Samstag das Kreispokafinale zwischen dem FSV Dörnberg und dem FC Oberelsungen statt. Anpfiff ist um 15 Uhr.
Austragungsstätte: In Holzhausen findet am Samstag das Kreispokafinale zwischen dem FSV Dörnberg und dem FC Oberelsungen statt. Anpfiff ist um 15 Uhr. © Joachim Hofmeister

Holzhausen – Der Sportplatz in Holzhausen ist am Samstag Schauplatz des diesjährigen Endspiels um den Bitburger-Kreispokal des Kreises Hofgeismar/Wolfhagen zwischen dem FSV Dörnberg und dem FC Oberelsungen. Dem Sieger winkt der Einzug in den Hessenpokal, der voraussichtlich Ende Juli ausgetragen wird und kann sich auf ein Freundschaftsspiel gegen den Regionalligisten KSV Hessen Kassel freuen.

Mit Blick auf die Klassenzugehörigkeit geht der Verbandsligist aus Dörnberg ab 15 Uhr als klarer Favorit in die Partie gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Kreisoberligisten aus Oberelsungen. Dennoch muss der Favorit auch nicht zwangsläufig als Sieger vom Platz gehen. Fünf Gründe, warum der Außenseiter FC Oberelsungen den Pokal gewinnen wird:

Müdigkeitsfaktor

Seit dem 30. April ist der FSV Dörnberg im Rhythmus von drei oder vier Tagen im Einsatz. Die vier Spiele konnten dabei gewonnen werden: 3:0 gegen den SSV Sand, 5:0 beim FSV Thalau, 2:0 gegen Türkgücü Kassel und 4:3 gegen den CSC 03 Kassel. Dazu kam das Mittwochabendspiel bei der SG Hombressen/Udenhausen hinzu. Dort zeigte sich, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen. Der FSV verlor 1:4. Dörnberg agierte zerfahren und wirkte müde. Müdigkeit fängt im Kopf an und überträgt sich auf die Beine. Am Samstag werden die Beine so schwer sein, dass die ausgeruhten Elsinger ihre Chance nutzen.

Überraschungseffekt

Platz acht in der Verbandsliga und zuletzt vier Siege in Folge gegen Platz sechs in der Kreisoberliga und zuletzt zwei Niederlagen gegen Obermeiser/Westuffeln (1:2) und bei Wolfhagen II (1:5). Eine kluge Taktik des FCO: Den Gegner in Sicherheit wiegen und dann zustoßen.

Austragungsort

Den Sportplatz in Holzhausen kennen die Oberelsunger aus den Ligaspielen gegen den TSV. Das dürfte ein klarer Vorteil sein, denn sie wissen im Gegensatz zum Verbandsligisten Dörnberg, wo sich welcher „Maulwurfshügel“ befindet. Er scheint zudem ein gutes Pflaster zu sein, denn zuletzt am 30. April gab es einen 3:1-Erfolg und auch das vorherige Spiel im August 2019 endete mit einem 3:1-Sieg des FCO.

Weg ins Finale

Zwar hat Dörnberg beim Titelverteidiger und Ligakonkurrenten Hombressen/Udenhausen mit 3:0 gewonnen, doch dafür hat Oberelsungen mit den Gruppenligisten Calden/Meimbressen (2:1) und Reinhardshagen (3:1) gleich zwei höherklassige Gegner rausgeworfen und im Halbfinale siegte der FCO mit 1:0 beim Kreisoberligakonkurrenten Immenhausen, während der FSV beim A-Ligisten Weser/Diemel erst in der 120. Minute der Verlängerung gewinnen konnte. Daher: Vorteil Oberelsungen!

Pokalgesetz

Zu guter Letzt kommt die Floskel, die man eigentlich nicht mehr nennen darf: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“ Das ist wohl so alt wie die Pokalwettbewerbe, trifft aber immer wieder zu. Jahr für Jahr stolpern höherklassige Gegner im Pokal gegen vermeintliche Underdogs. Trotz aller Warnungen haben die Favoriten immer wieder ihre Gegner unterschätzt und das wird auch am Samstag so sein. Wetten? (Raphael Wieloch)

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