Die Handballfrauen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen führen zur Saisonhalbzeit die Tabelle der Landesliga an

Oberliga-Aufstieg ja oder nein?

Spitzenreiter: Aileen Sule und die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen sind auf dem Weg in Richtung Oberliga. Foto:  Hofmeister

Sand. Die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen waren am Sonntag nicht im Einsatz. Gegner Lohfelden/Vollmarshausen sagte die Partie kurzfristig ab. Die Vereinigten stehen aber weiter an der Tabellenspitze.

Titel und Aufstieg sind dieser Tage viel diskutierte Themen bei den Vereinigten. „Noch nie war es so einfach noch oben zu kommen wie in dieser Saison“, meint Karl-Friedrich Engelbrecht. „Eine solche Chance bekommen wir kein zweites Mal.“ Ende Januar wird sich der HSG-Vorsitzende mit den anderen Vorstandsmitgliedern und Trainer Chris Ludwig zusammensetzen, um über die Zukunft der Mannschaft zu sprechen. Wird sie im Falle der Meisterschaft den Aufstieg wahrnehmen oder darauf verzichten?

„Wir werden uns die Köpfe heißreden“, ist sich Engelbrecht sicher. Sicher sei auch, dass die Mannschaft in der jetzigen Aufstellung nicht oberligatauglich wäre. „Zwischen Oberliga und Landesliga klafft ein großer Leistungsunterschied“, weiß Engelbrecht aus Erfahrungen im eigenen Jugendbereich.

„Gehen wir den Weg nach oben und wollen dort einigermaßen mithalten, müssen wir uns auf mindestens zwei oder drei Positionen verstärken.“ Eine Option, die dem HSG-Boss gar nicht behagt. „Neue Spielerinnen kosten Geld. Sie werden nicht umsonst für uns spielen wollen.“ Handballerinnen zu entlohnen, entspricht aber ganz und gar nicht der Vereinsphilosophie. „Wir sind ein Klub, bei dem jeder mit Hand anlegt. Konkret heißt das, dass die Spielerinnen auch mal einen Einsatz an der Theke wahrnehmen.“

Engelbrecht schätzt den finanziellen Mehraufwand auf 5000 bis 10 000 Euro im Jahr. „Die Wahrheit liegt irgendwo mittendrin.“

Auch wenn man finanziell gut aufgestellt sei, „wird das keine leichte Aufgabe, diese Summe aufzubringen.“ Schließlich hätte der Verein ja noch 14 andere Mannschaften zu unterstützen. „Ich will kein Team benachteiligten.“

Neben dem finanziellen Aufwand müsse auch die Trainigsbeteiligung gesteigert werden. Ob da jedoch alle mitziehen würden, stellt Engelbecht infrage.

Bevor der Vorstand Ende Januar zu einem Ergebnis kommt, muss die Mannschaft intern klären, ob sie kommende Saison in der Oberliga antreten möchte oder nicht.

Von Joachim Hofmeister

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