Langjähriger Schiedsrichter Karl-Heinz Bertelmann aus Immenhausen wird 80

Wird heute 80: Der frühere Kreisfußballwart Karl-Heinz Bertelmann. Foto: zmw

Immenhausen. „Mein Name ist Bertelmann, suchen Sie sich während des Spiels bitte keinen anderen Namen aus!“ - Mit diesem Satz hat sich der frühere Schiedsrichter bei den Spielern bekannt gemacht und Respekt verschafft.

Heute feiert Karl-Heinz Bertelmann, der auch als Fußballwart im Kreis Hofgeismar tätig war, im Philippsstift Immenhausen seinen 80. Geburtstag und wird sich auf zahlreiche Gäste aus seinem bewegten Leben als Schiedsrichter und Fußballfunktionär freuen. Den Anfang machte Bertelmann als Fußballer, doch die Fußballkarriere beendete er schon früh mit gerade einmal 15 Jahren. „Ich war oft verletzt und habe mich danach entschieden, Schiedsrichter zu werden“, berichtet er vom Beginn seiner Schiedsrichterkarriere.

Gelb für Beckenbauer

Da ging es steil nach oben bis hinauf in die Regionalliga. Einer der Höhepunkte war dabei der 3:1-Heimsieg des KSV Hessen Kassel in der Saison 1954/1965 gegen den großen FC Bayern München mit seinen Stars Franz Beckenbauer, Sepp Maier und Gerd Müller. Dabei zeigte er Beckenbauer die Gelbe Karte. „Das war wegen Reklamierens. Die Bayern waren damals ganz schön frustriert“, erinnert er sich an den einzigen Sieg des KSV über die Bayern, die am Ende der Saison aber aus der damals noch zweitklassigen Regionalliga in die Bundesliga aufstiegen.

Keine großen Erinnerungen hat er hingegen an den Weltmeistertrainer Joachim Löw, der am 11. August 1981 mit der Frankfurter Eintracht ein Freundschaftsspiel im Hofgeismarer Angerstadion gegen die TSG Hofgeismar bestritt und mit 19:1 gewann. Bei der Eintracht stand Löw als ganz junger Spieler noch eindeutig im Schatten so bekannter Spieler wie den früh verstorbenen Bruno Pezzey, Karl-Heinz Körbel, Werner Lorant, Norbert Nachweih oder Bum Kun Cha.

„Ohne meine Frau wäre das alles nicht möglich gewesen.

Karl-heinz bERTELMANN

Als Funktionär leitete der Träger der DFB-Ehrennadel in Gold über viele Jahre den Fußballkreis Hofgeismar, wo er der Fusion der Fußballkreise Hofgeismar und Wolfhagen im Jahr 2004 zunächst skeptisch entgegenstand. Außerdem war er 20 Jahre lang Leiter der Fußballsparte seines Heimatvereins VfL Veckerhagen.

Immer an der Seite des dreifachen Vaters war seine Frau Lisa. „Ohne meine Frau wäre das alles nicht möglich gewesen. Sie wusste später besser über Fußball Bescheid als ich“, hob Bertelmann die stets tatkräftige Unterstützung durch seine Frau hervor, die als Werder Bremen-Fan die Bundesligaspiele zusammen mit ihrem Mann verfolgt. (zmw)

Von Michael Wepler

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