Aufsteiger SG Hombressen/Udenhausen überraschte die Liga und belegte am Ende den dritten Platz

Platz drei, trotz Luxusproblem

Gibt die Richtung an: Tobias Krohne, Trainer der SG Hombressen/Udenhausen, ist mit dem Saisonverlauf hoch zufrieden. Auch in der neuen Saison strebt er einen Platz unter den ersten Fünf an. Foto:  Hofmeister

Hombressen/Udenhausen. Blickt Tobias Krohne (45) zurück auf die vergangene Saison, so beurteilt er sie mit zwei Worten: „durchweg positiv“. Tatsächlich schaffte die SG als Aufsteiger etwas, was ihr kaum jemand zugetraut hatte. Sie spielte erfrischenden, schnellen Fußball – und war erfolgreich. Platz drei am Ende spricht für sich. Krohne: „Das hatter keiner erwartet.“

Den Erfolg ausschließlich auf die Euphorie zurückzuführen, die Aufsteiger in die neue Saison begleitet, hält er für zu kurz gedacht. „Man kann nicht ein ganzes Jahr auf einer Welle der Euphorie schwimmen. Da gehört auch spielerische Qualität dazu.“ Und die zeigte seine Mannschaft. Schnelle Außen, torgefährliche Stürmer in der Mitte und eine stabile Abwehr. Das Team hatte keine richtige Schwachstelle – und das machte den Gegnern das Leben schwer.

Personell unberechenbar

Hinzu kam: Die SG war personell unberechenbar. Mit vielen guten, und vor allem jungen und ehrgeizigen Spielern gespickt, konnte Krohne personell aus dem Vollen schöpfen. „Dass wir mehrere Spiele mit der gleichen Startelf machten, kam selten vor.“ Dass oftmals Gruppenliga taugliche Spieler pausieren mussten, um anderen auch Einsatzzeiten zu geben, ist ein Problem, um das umliegende Vereine Krohne beneiden. Doch das Luxusproblem muss gemeistert werden. „Es sind viele Einzelgespräche nötig, um keine Unzufriedenheit aufkommen zu lassen“ sagt Krohne. Letztlich gelang es, auch „weil ich immer meine Entscheidungsgründe offenlegte.“ Und auch, weil ihm der Erfolg recht gab.

Jetzt blickt er auf die zweite Saison nach dem Aufstieg, die, so heißt es, im Regelfall schwieriger wird als die erste. Krohne will die Einschätzung nicht unbedingt teilen. „Die Rückrunde hat gezeigt, welche Qualitält in der Mannschaft steckt. Sie hat sich im Laufe der Saison weiterentwickelt.

Das Ziel der SG für die nächste Saison sei deshalb, „den guten Eindruck, den wir im ersten Jahr in der Gruppenliga hinterließen, zu bestätigen.“ Läuft alles nach Wunsch, und wird die SG nicht von zu starkem Verletzungspech verfolgt, dann sei erneut ein Platz und den ersten Fünf drin.

Gut aufgestellt

Personell sieht Krohne die SG auch in der nächsten Saison gut aufgestellt. Mit Jan Purkert (beruflich nach Südhessen), Tobias Mirwald und Jonas Hampe (beide zu Carlsdorf) verließen zwar drei Stammspieler die SG, doch die Neuzugänge werden die Lücken schließen, ist sich Krohne sicher. Namen wolle er aber erst nennen, wenn alles hieb- und stichfest sei.

Dass die SG bei anderen, vor allem jungen Spielern beliebt ist, hat übrigens auch mit dem Publikum zu tun. Denn Wochenende für Wochenende vor mehreren hundert Zuschauern zu spielen, ist in der Gruppenliga nicht üblich. Einige hätten sich schon im Vorfeld Spiele der SG angeschaut und wären von der Stimmung rund um den Platz beeindruckt gewesen.

Und das wird nächste Saison nicht anders sein als in der vergangenen. Denn durch denAufstieg von Immenhausen gibt es ein Derby mehr. „ich freu mich auf die drei Derbys gegen die TSV, Grebenstein und Calden/Meimbressen“, sagt Krohne. Zunächst tritt der Fußball in den Hintergrund. Anfang Juli wird es dann wieder ernst. Am 3. beginnt das Training.

Von Michael Rieß

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