Fußball: Sand steht vor Titelverteidigung - Dörnberg will angeschlagene Spieler schonen

SSV im Pokalfinale Favorit

Voller Tatendrang: Daniel Wagner (helles Dress), hier beim Kampf um den Ball mit Tim Kraus von Eintracht Baunatal, will mit Sand erneut Kreispokalsieger werden. Archivfoto:  Michl

Wolfhagen. Am Mittwoch treffen die beiden besten Mannschaften des hiesigen Fußballkreises aufeinander. In Bründersen stehen sich ab 18.30 Uhr der SSV Sand und der FSV Dörnberg im Kreispokalendspiel gegenüber. Wer häufiger zum Jubellauf ansetzen wird?

Die Rollen sind anscheinend klar verteilt. Der SSV besitzt im Kampf um die Hütt-Trophäe mit Blick auf die Klassenzugehörigkeit die besseren Karten, zum anderen beabsichtigt der FSV etwas vorsichtiger zu Werke zu gehen. „Wir wollen unsere gute Saison nicht aufs Spiel setzen“, betont Trainer Jörg Reith, der sich mit seiner Mannschaft voll auf Kurs in Richtung Titelgewinn der Gruppenliga Kassel 2 befindet. „Wir gehen kein Risiko ein“, erklärt er. „Jeder, der über ein Wehwehchen klagt, bleibt zunächst draußen. Ich werde diesbezüglich vor dem Finale noch einmal mit jedem einzelnen Spieler sprechen.“ Dazu gehört ganz sicher auch Kapitän Pascal Kemper, dessen linkes Knie schon seit Wochen zwickt. Es ist also davon auszugehen, dass der Torjäger (29 Treffer in 27 Spielen) seine Elf am Mittwoch nicht auf das Feld führen wird.

Ganz anders die Situation im Sander Lager. „Wir werden in stärkster Besetzung antreten“, sagt SSV-Trainer Peter Wefringhaus. „Die Relegation zur Hessenliga ist uns sicher, mit dem Pokalsieg wollen wir Selbstvertrauen für das Restprogramm tanken.“

Kurze Verschnaufpause

Ähnlich sieht es Jörn Bochmann: „Wir haben in den vergangenen vier Jahren den Pott geholt und wollen ihn auch diesmal mit nach Hause nehmen. Die Jungs haben sich im Pokal mit viel Spielfreude von Runde zu Runde gekämpft. Auch in Bründersen werden sie sich mächtig ins Zeug legen“, verspricht der SSV-Pressesprecher. Der Titelverteidiger hat bis auf Simon Bernhardt alle Mann an Bord.

Beim vermeintlichen Außenseiter ist man wenig glücklich über den Austragungstermin. Während die Dörnberger nur vier Tage nach dem Finale wieder in der Meisterschaftsrunde gefordert sind und mit dem TuSpo Grebenstein eine harte Nuss zu knacken haben, muss der Verbandsliga-Spitzenreiter erst am übernächsten Wochenende wieder ran und hat somit mehr Zeit sich zu erholen. Auch deshalb überlegt Reith, den einen oder anderen Leistungsträger zu schonen. „Wir hätten uns auf das Finale gefreut, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt stattgefunden hätte. An einem Tag ohne Doppelbelastung.“

Auch Matthias Thomsen ist ein wenig verärgert über den Spieltermin, wenngleich er einräumt: „Ganz schuldlos sind wir daran nicht.“ Schließlich habe man dem Vorschlag zugestimmt. Der FSV-Abteilungsleiter vermutet, dass das Zuschauerinteresse wegen einiger Nachholspiele am Mittwoch nicht allzu groß sein wird. „Einige Fußballfans werden wohl lieber das Spiel ihrer Mannschaft als das Finale ansehen,“ glaubt er.

Geleitet wird das Endspiel übrigens von Schiedsrichter Philipp Metzger (Wolfhagen), an der Linie stehen Sven Werner (Zierenberg) und Hendrik Ernst (Wolfhagen).

Von Joachim Hofmeister und Reinhard Michl

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