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5:3 – Mit Spielglück zum Erfolg

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Von: Ralf Heere

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Überzahl: Thorge Haun (links) und Mario Ivandic von der SG Reinhardshagen behaupten den Ball vor einem Rothwestener Spieler (verdeckt).
Überzahl: Thorge Haun (links) und Mario Ivandic von der SG Reinhardshagen behaupten den Ball vor einem Rothwestener Spieler (verdeckt). © Ralf Heere

Vaake – Acht Tore, zwei Platzverweise, zwei Strafstöße, ein Hattrick und einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen: Die Partie am Samstag in der Fußball-Gruppenliga bot eigentlich so viel, aber es waren viel zu wenig Zuschauer da. Über allem stehen aber die drei Punkte für die SG Reinhardshagen nach einem 5:3 (2:2) gegen den TSV Rothwesten. Hierzu der Schnellcheck:

Ohne Schlüsselspieler

Der TSV Rothwesten musste mit Kapitän Siewert und Torjäger Pietri zwei Schlüsselspieler ersetzen. Bei der SG Reinhardshagen hat sich das Lazarett etwas gelichtet, es fehlten aber immer noch Bertelmann, Rosenthal, Ganß, Kahle und Nemeth.

Die erste Halbzeit

Begann schon flott und ließ eine interessante Partie erahnen. Sören Schuldes traf aus 18 Metern per Freistoß zum 1:0 in der sechsten Minute. Zehn Minuten später glich Dennis Kahl aus.

Nach einem Foulspiel von Trabner an Munk gab es Strafstoß, den „Mister Standards“ Schuldes verwandelte (22.) – die SG wieder vorne. Aber die Abwehr der Gastgeber blieb anfällig. Ibrahim Tunc vergab freistehend, als er ausrutschte. Dann flankte Tunc aber in der 36. Minute von der Grundlinie auf den Kopf von Igor Losic, der zum 2:2 traf.

Die Ampelkarte

Für Rothwestens Christian Guthof in der 40. Minute war von Schiedsrichter Nico Eberhardt gar nicht geplant, meinte TSV-Trainer Alfred Igel. Der Unparteiische hatte Gelb gezeigt, kurz gezögert und erst dann bemerkt, dass Guthof schon die Gelbe Karte gesehen hatte. Es folgte Gelb/Rot.

Rothwestens Führung

Trotz Unterzahl gelang Mykhailo Serdiuk das 2:3 nach 53 Minuten. Als Gianluca Marino nach einer Stunde im Strafraum zu Fall gebracht wurde, scheiterte Schuldes vom Elfmeterpunkt an TSV-Keeper Pascal Neufogt und verpasste seinen dritten Tagestreffer. Ein 2:4-Rückstand wäre auch möglich gewesen, doch SG-Schlussmann Marius Becker parierte gut, als Tunc alleine vor ihm auftauchte.

Der Hattrick

Mit einem Schuss an den Innenpfosten in der 69. Minute eröffnete die SG Reinhardshagen nun ihre Schlussoffensive. Vier Minuten später bereitete Marino das 3:3 von Jan Paar vor. Der hätte 120 Sekunden später schon im Liegen das 4:3 erzielen können, dieses fiel aber zwölf Minuten darauf und in der mittlerweile 87. Minute. Die Vorarbeit kam von Youngster Thorge Haun.

In der vierten Minute der Nachspielzeit machte Jan Paar den Hattrick und 5:3-Endstand perfekt. Zu diesem Zeitpunkt war Rothwesten nur noch zu neunt, denn kurz zuvor hatte Maximilian Igel nach Beleidigung eines Gegenspielers die Rote Karte gesehen.

Das sagten die Trainer

Von Spielglück sprach Patrick Fraahs, Trainer der SG Reinhardshagen. Sein Team hätte immer an seine Chance geglaubt und sich ab der 70. Minute den Sieg noch erarbeitet.

Rothwesten-Coach Alfred Igel war ziemlich sauer auf den Schiedsrichter. „So habe ich mich schon lange nicht mehr geärgert. Alle spielentscheidenden Szenen wurden gegen uns ausgelegt, die SG hat diese Steilvorlagen eiskalt ausgenutzt.“ (Ralf Heere)

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