HSG besiegt Spitzenreiter Korbach

Reinhardwald leistet Schützenhilfe

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Durchgewühlt: Tobias Gemmecker setzt sich gegen die Caldener Daniel Endtricht und Dominic Bier (rechts) durch und trifft für Hofgeismar/Grebenstein. Jan Kurban geht in Deckung. Lars Sommerlade und Kristap Svank verfolgen die Szene. 

Schützenhilfe für die Nachbarvereine Wesertal und Hofgeismar/Grebenstein leistete die HSG Reinhardswald mit dem etwas überraschenden 32:27-Heimerfolg über Spitzenreiter TSV Korbach.

„Damit haben die Waldecker wohl nicht gerechnet. Wir haben uns den Sieg durch eine tolle Mannschaftsleistung verdient“, freute sich Trainer Volker Dettmar.

Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen. Zweimal lagen die Gäste mit zwei Toren vorne. Ansonsten lag Reinhardswald mehrfach mit einem Tor in Führung.

Auch die zweite Hälfte verlief zunächst sehr ausgeglichen. Korbach lag ein letztes Mal mit 21:20 in Front. Danach erspielten sich die Gastgeber immer mehr Vorteile und kamen der Überraschung immer ein Stück näher. Korbachs bester Torschütze Simon Riedesel konnte per Siebenmeter den 24:23-Anschlusstreffer erzielen, ehe dreimal Henning Albrecht und Niklas Konze drei Tore in Folge warfen. Dazu konnte Torhüter Christian Twele eine Großchance vereiteln. Die Gäste mit ihre kleinen Kader hatten da nicht mehr viel entgegenzusetzen und konnten nur noch auf 28:24 in der 55. Minute verkürzen. Die Reinhardswälder legten danach durch Konze und Nico Reuse zum 30:24 nach. Damit war das Spiel endgültig zu Gunsten der HSG entschieden. Entsprechend war der Jubel zu einem zu diesem Zeitpunkt gut besetzten Tribüne. Zu Spielbeginn hatte es dort noch mau ausgesehen.

Die Partie gegen Korbach kollidierte zeitliche etwas mit dem der deutschen Nationalmannschaft im Spiel um Platz fünf bei der EM.

Reinhardswald: Kaufmann, Twele - Brandau, Dettmar (3), Steffens (3), Maier, H. Albrecht (9/4), F. Albrecht (2), Konze (8), Kwiatkowski (1), Reuse (1), Niemeier (4), Lange, Heib (1). Bester Torschütze Korbach: Riedesel (11/2).

Hofgeismar/Grebenstein - Ahnatal/Calden 31:26 (14:13). SHG-Trainer Hazim Prezic zeigte sich eher mit dem Ergebnis als mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: „Bei uns haben sich gute Szenen mit schön herausgespielten Toren und einigen Durchhängern abgewechselt. Durch regelmäßig fehlende Spieler können wir uns schwer einspielen.“

Für den in der ersten Hälfte verletzt ausgeschiedenen HSG-Spielertrainer Stefan Hermenau habe sich seine ersatzgeschwächte Sieben ordentlich verkauft: „Wir haben lange Zeit mitgehalten. Hofgeismar/Grebenstein hat uns auch etwas unterschätzt.“ Die SHG erwischte den besseren Start und legte eine 6:2-Führung vor. Danach schlichen sich aber einige Fehler ein. Gerade in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit wackelten die Gastgeber, denen viele technische Fehler unterliefen, die die Gäste nutzten. Daniel Pächer konnte gar in Unterzahl auf 12:11 verkürzen. Wenig später gelang Pächer und Daniel Endtricht per Siebenmeter jeweils der Ausgleich.

Unmittelbar vor der Pause sorgte Jonas Kramski für den 14:13-Pausenstand. In der zweiten Hälfte erspielte sich die SHG mit ihren größeren personellen Alternativen leichte Vorteile und baute ihre Führung auf drei oder vier Tore aus.

Die Entscheidung fiel aber erst in den Schlussminuten, als Julian Schwarz und zweimal Kristap Svank auf 30:23 erhöhten.

Hofgeismar/Grebenstein: S. Schröer, Brand - Gemmecker (2), J. Schwarz (6/1), P. Schröer, Köster, Schilke (2), Kramski (2/1), Kurban (9), Erger (2/2), Svank (3), Georges (4), L. Lielischkies (1), Rumpf.

Ahnatal/Calden: Schmidt, Ledderhose - Pächer (6), Endtricht (5/5), Most (2), Kolodziej (2), Schuldes (1), Hermenau (1), Bier (5), L. Sommerlade, Sostmann (3).  zmw

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