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Rühmers Geniestreich reicht nicht

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Von: Raphael Wieloch

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Torschützen unter sich: Caldens Arlene Rühmer (rechts) packt gegen Leverkusens Kristin Kögel die Grätsche aus.
Torschützen unter sich: Caldens Arlene Rühmer (rechts) packt gegen Leverkusens Kristin Kögel die Grätsche aus. © Raphael Wieloch

Calden – Endstation für den TSV Jahn Calden: In der 2. Runde des DFB-Pokals unterlagen die Caldener Fußballerinnen Bundesligist Bayer 04 Leverkusen mit 1:4 (0:1) und sind damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Ein Klassenunterschied war erkennbar, allerdings verkaufte sich der Regionalligist über weite Strecken teuer.

Das war doch so ein magischer Pokalmoment – in der 80. Minute. Ganz laut wurde es auf dem Caldener Kaiserplatz. Die etwa 350 Zuschauer waren aus dem Häuschen. Arlene Rühmer legte sich den Ball zum Eckstoß bereit. Vor dem Leverkusener Tor herrschte mächtig Betrieb. Alle hochgewachsenen Spielerinnen kamen im Strafraum zusammen. Schlitzohr Rühmer visierte aber keinen dieser Köpfe an, sondern das lange Eck. Und traf – per direkt verwandeltem Eckball. Nur noch 1:2. Und noch zehn Minuten auf der Uhr.

Dass Leverkusen im direkten Gegenzug mit dem dritten Tor antwortete und die Hoffnung Caldens damit gnadenlos im Keim erstickte, zeigte in aller Deutlichkeit auf, mit welch Qualität es die Caldenerinnen zu tun hatten – auch wenn der Treffer in der Entstehung durchaus glücklich war.

„So ein Gegner lässt dir keine Luft zum Atmen“, stellte Caldens Trainer Lutz Anders nach dem Schlusspfiff fest. Und ja, genauso legten die Gäste los. Mit dem Anpfiff der Partie übernahm Leverkusen das Kommando und ließ das Bällchen erst mal laufen. Das ging zack, zack – schnörkelloser Fußball. Allerdings musste eine Standardsituation her, um in Führung zu gehen. Verteidigerin Lilla Turanyi köpfte nach einem von Calden naiv verteidigten Freistoß ein (14.). Ein frühes Gegentor – das wollte der TSV eigentlich vermeiden.

Und mit dem 0:2 aus Caldener Sicht schien das Spiel nach etwa einer halben Stunde so gut wie entschieden: Leverkusen kombinierte sich auf der rechten Seite sehenswert durch, Caroline Siems spielte den Ball flach in den Strafraum, wo Kristin Kögel freistehend einschob (27.). Trotz des 0:2-Rückstands zur Pause war Anders nicht unglücklich: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden.“

Obwohl die Gäste nach dem Seitenwechsel einen Gang herunterschalteten, büßten sie an Spielkontrolle nichts ein. Und auch Rühmers Geniestreich brachte Leverkusen nicht aus dem Konzept. Kristin Kögel traf glücklich zum 3:1. Im Anschluss setzte die U20-Nationalspielerin mit ihrem dritten Tor den Schlusspunkt. (Raphael Wieloch)

Calden: Schiffhauer – Waldherr (84. Stockfisch), Schäfer, Özdemir, Meyer (78. Sirringhaus) – Wickert (78. Künzl) – Albers, Wiegand (84. Koch), Rühmer, Braun (62. Maaßen) – Hildebrandt. Leverkusen: Klink – Turanyi, Friedrich, Marti – Senß – Siems, Blagojevic (62. Wirtz), Baijings, Fuso (47. Matysik) – Zdebel (61. Enderle), Kögel. Schiedsrichterin: Katrin Rafalski (Besse). Zuschauer: 350. Tore: 0:1 Turanyi (14.), 0:2 Kögel (27.), 1:2 Rühmer (80.)., 1:3, 1:4 Kögel (81., 88.).

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