HNA-Interview mit dem Kreisfußballwart

Schindler stellt sich wieder zur Wahl

Kandidiert für eine zweite Amtsperiode: Kreisfußballwart Stefan Schindler Foto: Rieß

 Am 14. März werden die Vereine des Fußballkreises Hofgeismar/Wolfhagen beim Kreisfußballtag in Fürstenwald ihre neue Führungsriege wählen. Wir sprachen mit dem amtieren Kreisfußballwart (KFW) Stefan Schindler, der sich erneut zur Wahl stellt.

 

Herr Schindler, vor vier Jahren wurden Sie zum Kreisfußballwart gewählt. Haben sie das schon bereut?

Nein. Absolut nicht. Es ist eine schöne neue Aufgabe, Auch wenn ich nicht wusste, was alles auf mich zukommt.

Können Sie Beispiele nennen?

Schon als Kreisschiedsrichterobmann hatte ich ja viel um die Ohren. Aber als KFW ist es noch mehr. Was da alles vom Verband auf einen zukommt, war mir in der Form nicht bekannt. Aber ich denke, wir haben es ganz ordentlich hingekriegt. Wir haben neue Projekte angestoßen, wie Vorstandstreff oder Beachsoccer. Schade ist nur, dass die Vereine nicht immer mitziehen.

Was war denn die größte Enttäuschung in diesen vier Jahren?

Zweifellos das geringe Interesse an der kürzlichen Hallenkreismeisterschaft. Manche Vereine haben nicht einmal reagiert. Wenn die Vereine dann einen Wunsch haben, erinnern sie sich plötzlich daran, dass es einen Kreisfußballausschuss gibt. Aber wir sind ja nicht nachtragend und versuchen den Vereinen zu helfen, auch wenn manchmal die gesetzten Fristen schon abgelaufen sind.

Und was ist gut gelaufen in den vier Jahren?

Zunächst einmal blicke ich auf die Schiedsrichter. Ich bin froh, dass es hier nahtlos weiterging. Wenn Mike Britting das Amt des Kreisschiedsrichterobmanns vor vier Jahren nicht übernommen hätte, hätte ich auch nicht als KFW kandidiert. Spaß macht auch der Kontakt mit den Vereinen. Wenn man zu Jubiläen kommt, lernt man viele neue Menschen kennen, die sich für den Fußball interessieren und engagieren. Auch die Verbandstreffen empfinde ich als sehr interessant, weil man die neuen Entwicklungen aus erster Hand erfährt.

Sie kandidieren für eine zweite Amtszeit – es gab auch schon Gerüchte, sie würden nicht noch einmal antreten.

Ja. Es gab tatsächlich Überlegungen. Die hingen mit dem Sportkreis Region Kassel zusammen, wo ich einer von drei stellvertretenden Vorsitzenden bin. Der Vorsitzende Roland Tölle spielte mit dem Gedanken, aufzuhören. Er fragte mich in dem Zusammenhang, ob ich mir vorstellen könne, beim Sportkreis als Vorsitzender zu kandidieren. Dann hätte ich das Amt als KFW aufgegeben. Aber Roland Tölle ist noch fit und wird deshalb 2021 wieder kandidieren. Damit hat sich das Thema erledigt.

Wird auch Ihr Stellvertreter Olaf Hamel noch einmal antreten?

Ja. Ohne ihn würde es auch gar nicht gehen. Wir haben die Aufgaben geteilt. Und das läuft total reibungslos. Er kümmert sich um den Spielbetrieb und die Arbeit, die damit zusammenhängt. Und das ist eine Menge. Sponsoring, neue Projekte, Verwaltung, Ehrungen und diese Dinge sind hingegen meine Aufgaben. Diese Aufteilung hat die vergangenen vier Jahre gut geklappt. Und ich bin froh, dass Olaf zugesagt hat, weiterzumachen.

Werfen wir einen Blick voraus: Wie viele Vereine wird es in vier Jahren geben?

Es wird wohl in etwa so bleiben, wie bisher. Manche Spielgemeinschaften brechen auseinander. Manche Vereine, wie Kickers Wolfhagen oder Inter Hofgeismar stellen den Betrieb ein. Dafür gibt es dann wieder neue Mannschaften, wie jetzt Schachten.

Wir sind flächenmäßig einer der größten Kreise in Hessen. Klagen die Klubs, dass sie so weit fahren müssen?

In den unteren Klassen sind die Wege in der Tat weit. Aber wenn ich am Sportplatz die vielen Autos sehe, muss ich sagen: Wenn es ein großes Problem wäre, würde es mehr Fahrgemeinschaften geben.

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