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Schluss mit der Arbeitsteilung

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Von: Raphael Wieloch, Joachim Hofmeister

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Sprangen beim TSV Jahn Calden in die Bresche: Spielerin Johanna Schäfer (von links), Sportlicher Leiter Daniel Pfaffenbach und Holger Warzecha teilten sich in der trainerlosen Zeit die Arbeit.
Sprangen beim TSV Jahn Calden in die Bresche: Spielerin Johanna Schäfer (von links), Sportlicher Leiter Daniel Pfaffenbach und Holger Warzecha teilten sich in der trainerlosen Zeit die Arbeit. © Raphael Wieloch

Hofgeismar/Wolfhagen – Während die umstrittenste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten in den Startlöchern steckt, beginnt für die meisten Vereine aus der Region die Winterpause. Ab jetzt heißt es: Füße hochlegen, regenerieren. Wir blicken auf das vergangene Wochenende zurück.

Viele Schultern

Anstrengende Wochen liegen hinter dem TSV Jahn Calden. Nach dem Rücktritt von Lutz Anders als Trainer des Frauenfußball-Regionalligisten vor gut einem Monat dauerte es eine ganze Weile, bis ein Nachfolger gefunden war.

In der Zwischenzeit mussten Schultern her – und zwar viele. Verständlich, bei vier Trainingseinheiten in der Woche. Caldens Sportlicher Leiter Daniel Pfaffenbach erklärte sich bereit, als Trainer einzuspringen. Aber das reichte nicht.

Pfaffenbach holte sich Holger Warzecha ins Boot, mit dem er früher Fußball spielte. Und auch das reichte nicht. Johanna Schäfer, eigentlich Innenverteidigerin, fungierte als verlängerter Arm des Trainerduos auf dem Platz. Zudem ist sie B-Lizenz-Inhaberin und leitete in der trainerlosen Zeit ab und an das Training.

Und auch Athletiktrainer Jonas Krohne kam in den Genuss, das Training vorzubereiten. Damit ist nun aber Schluss. Mit Beginn dieser Woche heißt der neue Coach Patrick Gries.

Torjägerqualitäten

Hendrik Fenner, wer sonst? Wieder einmal hat der Torjäger seine Qualitäten unter Beweis gestellt und dem FC Oberelsungen im Duell der Kreisoberliga mit dem Tuspo Grebenstein II drei Punkte gesichert. Der Stürmer erzielte fünf Minuten vor Schluss das 2:1. Es war sein zwölfter Saisontreffer. Besser sind nur Severin Ohr von der FSG Weidelsburg (15) und Marco Stübener vom TSV Deisel (17).

Tore fabriziert auch Helmuth Gunkel im hohen Fußballer-Alter noch. Der 51-Jährige steuerte zwei Treffer beim 8:2-Erfolg des TSV Holzhausen im Heimspiel der A-Liga gegen die SG Schauenburg II bei.

Sorgenkinder

Das könnte noch richtig eng werden: In der Gruppenliga (Gruppe 2) war die SG Reinhardshagen eine komplette Halbserie auf der Suche nach Konstanz. Und so, wie es aktuell aussieht, geht die Suche weiter. Denn die Spielgemeinschaft spielte eine ernüchternde Hinrunde und wird auf einem Abstiegsplatz überwintern. Nur vier Siege aus 16 Spielen stehen auf der Habenseite.

Ähnlich geht es der SG Schauenburg in der Parallelgruppe (Gruppe 1). Nach verheißungsvollem Start folgte der Einbruch. Auch Schauenburg hat nur viermal gewonnen. Die SG steht auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Tolle Kulisse

Knapp 400 Zuschauer sahen das Gruppenliga-Derby zwischen Grebenstein und Hombressen/Udenhausen. Eine tolle Kulisse, die auf den heimischen Sportplätzen nicht unbedingt gang und gäbe ist. Einen Sieger gab es im Sauertalstadion übrigens nicht – das Spiel endete 1:1.

Ärgern Teil zwei

Nach dem zum damaligen Zeitpunkt überraschenden 3:1-Sieg im Auftaktspiel gegen Türkgücü Kassel wiederholte Gruppenligist SG Calden/Meimbressen dieses Ergebnis und bezwang den Verbandsliga-Absteiger diesmal im Kasseler Nordstadtstadion. Wieder gab es ein 3:1, wieder geriet die Spielgemeinschaft zunächst in Rückstand und wieder ärgerte Calden/Meimbressens Trainer Altan Ersoy seinen Ex-Klub.

Die SG spielt bislang eine achtbare Hinrunde und wird – anders als in den vergangenen Jahren – wohl nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Lieblingsergebnis

Dass dem FSV Wolfhagen in der Gruppenliga (Gruppe 1) kein Team das Wasser reichen kann, hat inzwischen auch überregional die Runde gemacht. Am Wochenende und zum Jahresabschluss gab es im Heimspiel gegen Goddelsheim/Münden einen souveränen 4:0-Erfolg für den Tabellenführer – das Wolfhager Lieblingsergebnis in dieser Saison. Bereits sechsmal gewann der FSV mit eben jenem Resultat. (Raphael Wieloch & Joachim Hofmeister)

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