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Das war Marco Siemers Jahr 2021: Der 50-Jährige hätte die SG Hombressen/Udenhausen gern weiter trainiert

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Von: Ralf Heere

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Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
Da stand er noch als Trainer von der SG Hombressen/Udenhausen an der Seitenlinie: Marco Siemers. © Joachim Hofmeister

Zum Jahresabschluss haben wir Marco Siemers nach seinem Sportjahr 2021 gefragt. Der 50-Jährige musste die SG Hombressen/Udenhausen im Oktober verlassen.

Hofgeismar – Marco Siemers führte 2019 erstmals die SG Hombressen/Udenhausen in die Fußball-Verbandsliga und löste damit den Tuspo Grebenstein als ranghöchste Mannschaft im Kreisteil Hofgeismar ab. Nach mehreren Wochen der Erfolglosigkeit trennte sich die Spielgemeinschaft im Oktober von dem DFB-B-Lizenz-Inhaber.

Das erste Halbjahr: Es war für Siemers, wie für alle anderen, die gerne diesen Sport ausüben, keine schöne Zeit. Es gab eine gewisse Unsicherheit und trotzdem versuchte er, die Mannschaft auf eine eventuelle Fortführung der Serie vorzubereiten. Mit Onlinetrainings hielten sie sich fit.

Die sportliche Bilanz: Aus Siemers Sicht lief es bis zum September sehr gut. Nach einem guten Saisonstart konnte die SG bis auf den sechsten Rang klettern und hatte eine gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele geschaffen. Dann gab es jedoch den ein oder anderen Ausfall und das Team konnte in den folgenden Partien nicht mehr an die guten Leistungen der ersten Spiele anknüpfen. Sie rutschte auf den zwölften Platz ab. Siemers ist der Meinung, dass die Teams in der unteren Tabellenhälfte aber so eng zusammen standen, dass es immer noch Tuchfühlung zum gesicherten Mittelfeld gab.

SG Hombressen/Udenhausen: Marco Siemers rechnete nicht mit der Entlassung

Die Entlassung: Siemers’ Gemütslage schwankte zwischen Unverständnis und Enttäuschung. Er habe in dem Moment überhaupt nicht damit gerechnet, weil es auch keinerlei Anhaltspunkte gab, die ihn dies hätten vermuten lassen. Jedem sei bewusst gewesen, dass es in der Verbandsliga schwer wird. Seine Mannschaft müsse jedes Spiel eine „Top-Performance“ abliefern. Das Ziel Klassenerhalt sah Siemers, trotz des kleinen Budgets, als machbar an. Der Zeitpunkt der Freistellung sei falsch gewesen, weil es vor dem richtungsweisenden Spiel beim FSV Dörnberg war, der damals noch hinter der SG stand und die folgende 0:2-Niederlage mit beeinflusst habe. Trotzdem hat Siemers immer noch ein gutes Verhältnis zu den Verantwortlichen von der SG.

Siemers und die SG: Der Kasseler fühlte sich sehr wohl bei dem Klub. Das Verhältnis zum Team und auch zu den Verantwortlichen, insbesondere zu Edgar Schmidt und Alexander Stoyhe, war vertrauensvoll und von Respekt geprägt. Deshalb habe es ihm sehr leidgetan, dass sich die Wege getrennt haben. Er hätte sich zugetraut, die SG auch in eine vierte Verbandsligasaison zu führen.

Marco Siemers steht vor neuen Herausforderungen im Jahr 2022

Die Zeit danach: Anfangs fand er es etwas komisch, aber er gewöhnte sich an die neu gewonnene Freizeit. Siemers muss bei der Aussage lachen, dass er nun sonntags auf dem heimischen Sofa liege, anstatt bei teilweise nasskaltem Wetter auf dem Sportplatz zu stehen. Trotz alledem hätte er lieber mit der Mannschaft weiter gearbeitet.

Die Zukunft: Der 50-Jährige möchte wieder auf dem Sportplatz stehen und erfolgreiche Arbeit als Trainer leisten. Anfragen gab es bereits, aber er möchte keine voreiligen Entscheidungen treffen. In erster Linie gehe es ihm darum, dass er vorher das Gefühl habe, sich in dem Umfeld wohlzufühlen, so wie es bei Hombressen/Udenhausen der Fall gewesen sei. Anfang 2022 wird Siemers erst mal das Athletiktraining bei einer Jugend-Verbandsligamannschaft übernehmen. (Ralf Heere)

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