Gropengiesser/Baumann gewinnen Emstal Rallye

Sieg direkt vor der Haustür

Auf dem Weg zum Sieg: Chris Gropengiesser und Alessandra Baumann vom MSC Emstal im Mitsubishi Lancer Evo 9.
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Auf dem Weg zum Sieg: Chris Gropengiesser und Alessandra Baumann vom MSC Emstal im Mitsubishi Lancer Evo 9.

Chris Gropengiesser und Alessandra Baumann haben die 24. Emstal Rallye gewonnen.

Wolfhagen - Das Team des MSC Emstal war in seinem Mitsubishi Lancer Evo 9 mit 35:45,2 Minuten nur drei Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Damian Sawicki und Tim Rauber. Die als Favoriten gehandelten Vorjahressieger Rudolf Reindl und Michael Ehrle landeten nach 35:59,6 Minuten auf dem dritten Rang.

„Das war wirklich alles total unerwartet“, sagt der strahlende Sieger. In das Rennen war Gropengiesser ohne große Erwartungshaltung gegangen. Im Vorfeld war er nur wenige Rennen gefahren und hatte bei der jüngsten Veranstaltung in Eisenach Pech, als er bereits in der ersten Wertungsprüfung ausfiel. Umso glücklicher zeigte er sich nach seinem knappen Gesamtsieg bei der Heimveranstaltung. „Von einem Sieg direkt vor der Haustür träumt wohl jeder Motorsportler. Ich bin extrem glücklich und danke allen Beteiligten, denn der Sieg ist eine absolute Teamleistung.“

Zum anderen wies die Organisatorin der traditionellen Motorsportveranstaltung auf die optimalen Wetterbedingungen und die zahlreichen Zuschauer hin. Über 1000 Sportbegeisterte hatten sich an den jeweils ausgewiesenen Zuschauerpunkten versammelt und sich vorbildlich verhalten. „Ein großes Lob gilt den Gästen, die sehr diszipliniert agierten und sich an alle Vorschriften und Hygienemaßnahmen gehalten haben.“ Und nicht zuletzt zeigte sie sich angetan von den 350 ehrenamtlichen Helfern, die erheblich zum Gelingen des Motorsportevents beitrugen. „Es gab so viele fleißige Hände und alles lief reibungslos ab“, freute sich Becker auch darüber, dass es bis auf wenige Blech- oder Motorschäden keine nennenswerten Zwischenfälle bei der Rallye gab.

Begeistert von der Veranstaltung zeigten sich Karin Wendel und Daniel Behle, die aus Baunatal gemeinsam mit der Großfamilie zur Rallye kamen. Was sie fasziniert? Geruch und Geräusche. „Wenn es nach Benzin oder Gummi riecht und die Motoren dröhnen, sind wir in unserem Element“, sagt der 33-jährige Familienvater. „Ich kenne diese Kombination von Kindheit an, weil mein Vater selbst mal Rennen gefahren ist.“

Ähnliche Beweggründe hatten Marvin Blumenstein und Marcel Preußner aus Naumburg, die es sich am Streckenrand mit Garten-stühlen und Ahler Wurscht bequem gemacht hatten. „Ich bin selbst mal Kart gefahren und daher total fasziniert“, so Blumenstein. „Beim nächsten Mal sind wir sicher wieder dabei.“ Sehr zur Freude von Nina Becker. „Man spürt, dass die Menschen nach der langen Corona-Pause wieder Lust auf den Besuch von Veranstaltungen haben. Schön, dass auch unsere Rallye so viel Zuspruch erhält. Dann haben sich die vielen ehrenamtlichen Stunden gelohnt. Es bestärkt uns darin, so weiter zu machen“, sagt sie und denkt wohl bereits an die Jubiläumsveranstaltung im nächsten Jahr. Denn auch im Motorsport gilt: Nach der Rallye ist vor der Rallye. (Martina Sommerlade)

Motorsportbegeistert: Karin Wendel, Daniel Behle, Fynn Wendel, Karl-Heinz Behle und Inge Lassl (von links).

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