SVE gewinnt bei Diemeltal, Schauenburg bei Calden/M. II

Spitzenspiele enden jeweils 4:0

Erste Heimniederlage: Die SG Calden/Meimbressen II (rechts Yannik Finis ) musste gegen Schauenburg II, am Ball Nick Siebert ein bitteres 0:4 schlucken. Foto: Hofmeister

Hofgeismar/Wolfhagen – Die SG Schauenburg II durfte sich nach ihrem 4:0-Husarenstreich am Samstagnachmittag im Duell der Mitverfolger bei der zu Hause bis dahin verlustpunktfreien SG Calden/Meimbressen II zumindest bis zum Sonntagsprogramm an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A sonnen. Mit dem gleichen Siegergebnis im zweiten Schlagerspiel des Wochenendes bei der SG Diemeltal holte sich die SV Espenau die Poleposition zurück. Der SVE (38) hat jetzt drei Punkte Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Schauenburg II (35). Die Caldener Zweite (34) rutschte auf Rang drei, die Diemeltaler (28) gar auf Platz fünf ab.

Calden/Meimbressen II - Schauenburg II 0:4 (0:3). Schon beim Gang zur Pausenerfrischung gab es in den Reihen der Platzherren ganz lange Gesichter. Denn da hatten die Schauenburger nach der schnellen Führung durch Christian Lies (7.) durch den Doppelpack von Marec Heitmann (26., 36.) schon so gut wie den Sack zugemacht. Etwas überraschend, lieferten sich beide Mannschaften doch über weite Strecken einen offenen und sehr intensiven Schlagabtausch, wobei es für die gastgebende Gruppenligareserve Neuland war, nicht nur beim Halbzeitpfiff so weit im Hintertreffen zu sein, sondern auch eine Heimniederlage schlucken zu müssen. In den vorangegangenen sieben Spielen vor heimischer Kulisse hatte die Elf von Trainer Uwe Mackewitz noch keinem Gegner auch nur einen Zähler überlassen.

Natürlich setzten die Caldener nach dem Seitenwechsel alle Hebel in Bewegung, um das Blatt doch noch wenden zu können. Es blieb ein frommer Wunsch. In der Nachspielzeit machte Marc Heitmann (90.+1) mit seinem dritten Tagesstreich den Sack für Schauenburg endgültig zu. Anschließend sah ein Platzherrenspieler auch noch die Ampelkarte.

Diemeltal - Espenau 0:4 (0:1). Platzeherren-Pressesprecher Friedrich Wiegand redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Im ersten Spielabschnitt setzten die Espenauer klar die Akzente, waren uns in allen Belangen überlegen und hätten den Chancen nach hier schon das Signal früh auf Grün stellen können.“

Das aber konnte mehrfach SG-Schlussmann Daniel Knauf verhindern. „Unsere Mannschaft konnte die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, bis zur Pausenerfrischung konnte ich keine nennenswerte Einschussmöglichkeit notieren.“

Einmal musste SG-Keeper Knauf aber dann doch hinter sich greifen, war beim 0:1 durch einen Kopfball von Nico Weller (27.) machtlos.

Anscheinend muss es während der Pausenerfrischung in der Diemeltaler Kabine eine Ansage gegeben haben. Denn zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Hausherren dann doch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt, nahmen das Heft in die Hand und hätten sich auch dafür belohnen können, ließen jedoch drei Topchancen sträflich liegen. Das wurde bestraft.

Als Felix Höf (63.) mit einem schulmäßigen Konter das 0:2 erzielte, war es mit der Diemeltaler Herrlichkeit zu Ende. Die Espenauer übernahmen wieder das KommandWettesingen/Breuna/Oberlistingen II - Fürstenwald 1:2 (0:0). Bei den gastgebenden Vereinigten, die in der laufenden Runde zu Hause noch keinen Sieg eintüten konnten, lediglich vier Unentschieden stehen da zu Buche, verstand man die Fußballwelt nicht mehr. In einer insgesamt von beiden Seiten schwach geführten Partie gaben die Platzherren zwar im ersten Spielabschnitt über weite Strecken den Takt vor, hatten auch mehrere Topchancen, einmal stand der Pfosten im Weg, doch der krönende Abschluss wollte ihnen einfach nicht gelingen. Vielmehr sahen sie sich durch Dennis Vogel (47.) im Hintertreffen. Postwendend konnte Jan Gerhold (49.) ausgleichen, doch kurz vor Schluss machte David Rühl (86.) nach einem langen Freistoß durch Freund und Feind für die Gäste den Sack zu.

Riede - Hofgeismar 3:1 (0:0). Riesenjubel bei den gelbschwarzen Hausherren. Nach sieben Nullnummern auf eigenem Geläuf brachten die Rieder endlich den ersten Saisondreier unter Dach und Fach. Riedes Fußballchef, Spielertrainer und Kapitän Marcus Albrecht: „Ein hochverdienter Sieg.“

Danach sah es in der Anfangsphase jedoch nicht nach aus. Denn da setzten die Gäste aus der Würfelturmstadt die spielerischen Akzente, ohne aber den Platzherrenkasten ernstlich in Gefahr zu bringen. Riede nahm dann mehr und mehr das Heft in die Hand, erarbeitete sich schon bis zum Pausenpfiff gut eine Handvoll bester Einschussmöglichkeiten, die jedoch allesamt leichtfertig versemmelt, beziehungsweise vom TSG-Schlussmann vereitelt wurden. Dann doch der längst überfällige SV-Führungstreffer durch Davorin Kranz (61.) nach Vorarbeit von Marcus Albrecht. Der wenig später zum 2:0 ins Schwarze traf (67.). Damit war Hofgeismar noch gut bedient, wobei die Gäste nach dem Anschlusstreffer durch Kamran Masaev (71.) aber neue Hoffnung schöpften. Die in der zweiten Minute der Nachspielzeit Christian Roth mit einem Kopfball zum 3:1 aber wie eine Seifenblase zerplatzen ließ.

Altenhasungen/Oelshausen/Istha - Immenhausen II 6:0 (3:0). Der Pausenstand spiegelte das bis dahin abgelaufene Geschehen nicht ganz wieder. SG-Pressesprecher Olaf Carl: „Die Immenhäuser präsentierten sich da keineswegs wie ein Kellerkind, hielten voll mit, hatten Pech. Ließ doch zwei  Mal das  Torgebälk ihren schon angestimmten Torjubel verstummen. Wobei aber auch wir drei Mal an Latte und Pfosten klopften.“

Mit einem sogenannten Sonntagsschuss sorgte Adrian Ohr (10.) für die frühe SG-Führung, die mit einem Doppelschlag Jan Behr (35.) und Dennis Weide (36.) ausbauten.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Erpetalvereinigtern spielbestimmend und hätten gegen die nun chancenlosen Gäste durchaus mehr als die Treffer von Dennis Weide (57.), Mario Plutz (58.) und erneut Dennis Weide (73.) mit einem 25-Meter-Freristoßhammer erzielen können.

Elbetal - Carlsdorf 2:0 (0:0).Im ersten Durchgang gaben zwar überwiegend die Platzherren den Ton an, konnten ihre Dominanz jedoch nicht zählbar umsetzen. Das hätten die Carlsdorfer kurz vor und nach der Halbzeit durchaus bestrafen können, offenbarten bei ihren beiden Riesenmöglichkeiten aber ebenfalls Abschlussschwächen. Damit aber hatte Carlsdorf bereits sein Pulver verschossen. Elbetal nahm das Heft wieder in die Hand, stellte durch die Treffer von Niklas Jacobi (54.) und Timo Knieling (62.) die Weichen auf Erfolg. Es hätte auch noch mehr sein können. Mit dem Dreier verbesserte sich Elbetal auf Rang vier.

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