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Espenau dreht verrücktes Derby

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Von: Raphael Wieloch

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Derby eben: Es ging auch mal etwas rauer zu. So wie in diesem Zweikampf zwischen Espenaus Benedikt Sandrock (rechts), der von Immenhausens Kapitän Denis Leinweber von den Beinen geholt wird.
Derby eben: Es ging auch mal etwas rauer zu. So wie in diesem Zweikampf zwischen Espenaus Benedikt Sandrock (rechts), der von Immenhausens Kapitän Denis Leinweber von den Beinen geholt wird. © Raphael Wieloch

Immenhausen – Sechs Tore, drei Rote Karten, drei Elfmeter und ein Schiedsrichter, der je länger das Spiel dauerte, immer mehr in den Fokus rückte. Das Derby zwischen der TSV Immenhausen und dem SV Espenau bot vor allem eines: guten Unterhaltungswert. Und nach 90 turbulenten Minuten hatten die Espenauer einen 0:2-Rückstand gedreht, am Ende noch mit 4:2 (2:2) gewonnen und die Tabellenführung in der Fußball-Kreisoberliga zurückerobert.

„Wir kamen nicht gut ins Spiel“, blickte Espenaus Trainer Jaroslaw Chrupek auf die Anfangsphase zurück, in der seine Mannschaft regelrecht überrumpelt wurde. Die Konsequenz: Ruckzuck führte Immenhausen mit 2:0. Erst gelang Dennis Kastrop mit einem präzisen Schuss aus halblinker Position die sehenswerte Führung (6.), dann legte Stefan Bachmann per verwandeltem Foulelfmeter nach (22.). Fast schon überfallartig trugen die Immenhäuser ihre Angriffe vor, während Espenau damit beschäftigt war, die Schlafmütze vom Kopf zu kriegen.

Eine Art Wendepunkt der Partie war der zweite Elfmeterpfiff, als Immenhausens Arne Schröder zu spät kam und David Sandrock im Strafraum zu Fall brachte. Nico Weller sorgte für den Anschlusstreffer (28.) und ab da an diktierte Espenau das Geschehen. Noch vor der Pause war das Spiel auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel wieder ausgeglichen – Tobias Habryka traf aus kurzer Distanz (33.).

Die zweite Halbzeit war zwar längst nicht so temporeich wie der erste Durchgang, dafür hielt sie einige Aufreger bereit. In Sachen Gangart nahm das Derby nun deutlich an Fahrt auf. Die Zweikämpfe wurden ruppiger, die Diskussionen mehr. Für Schiedsrichter Fabrice Jordan bedeutete dieser Umstand Schwerstarbeit. Und nicht immer gelang es dem Unparteiischen, dieses emotionale Spiel in den richtigen Momenten zu beruhigen.

Espenau war nach dem Seitenwechsel klar am Drücker, während Immenhausen mehr und mehr in die Bredouille kam. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr den Punch gehabt“, stellte Immenhausens Trainer Pascal Krauss nach dem Schlusspfiff fest. Den hatte auf der Gegenseite aber der eingewechselte Jan Schleiden, der im Strafraum einen Immenhäuser stehen ließ und den Ball in den Winkel schweißte (63.) – das Spiel war gedreht, aber längst nicht vorbei.

In der 90. Minute überschlugen sich die Ereignisse. Wieder gab es Strafstoß für Espenau. Vor der Ausführung sah Immenhausens Auswechselspieler Adrian Handel die Rote Karte – vermutlich wegen Meckerns. Nachdem Weller vom Punkt aus zum 4:2 traf, flogen erst Matthias Schilling und dann Stefan Bachmann mit Rot vom Platz. Das Spiel beendete die TSV mit nur acht Spielern. (Raphael Wieloch)

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