Mario Elsasser steuert als Fußball-Jugendkoordinator beim FSV Wolfhagen die Nachwuchsarbeit

Talente ausbilden und fördern

Früh übt sich, wer ein Meister werden wil: Mario Elsasser mit dem jüngsten FSV-Nachwuchs, den G-Junioren. Die gute Beteiligung zeigt, dass die Kinder mit Freude beim Training dabei sind. Foto:  Michl

Wolfhagen. Beim FSV Rot-Weiß Wolfhagen macht man sich derzeit keine Sorgen um qualifizierten Fußball-Nachwuchs. Über 150 Kinder und Jugendliche von den G- bis zu den A-Junioren spielen derzeit in zehn Mannschaften, wobei der FSV einer der ganz wenigen Vereine im hiesigen Fußballkreis ist, der eine eigenständige Jugendabteilung sein eigen nennt.

Danach sah es vor einigen Jahren allerdings nicht aus. Denn da besaß der über 400 Mitglieder zählende reine Fußballverein in einer Stadt mit über 8000 Einwohnern weder eine A- noch eine B-Jugend.

Zusammen mit Förderverein

Um wieder richtungsweisend und zukunftsorientiert die Nachwuchsarbeit zu intensivieren, verpflichteten die Vereinsverantwortlichen in Kooperation mit dem FSV-Förderverein im Sommer 2014 Mario Elsasser als Jugendkoordinator.

Ein Glücksgriff. Der vorher bei Mainz 05, JSG Warmetal, VfL Kassel und KSV Baunatal erfolgreiche 38-Jährige, der auch zum Trainerstab im DFB-Stützpunkt Wolfhagen gehört, hat die FSV-Jugendarbeit aus dem Dornröschenschlaf erweckt. „Das ist jedoch nicht allein meiner Person zu verdanken, sondern da bin ich natürlich auf viele Mitstreiter und auch die Eltern angewiesen“, sagt Elsasser.

Dennoch: Elsasser ist es gelungen, dass jede der zehn FSV-Jugendmannschaften nicht nur längerfristig mindestens zwei Trainer oder Betreuer hat, sondern acht von ihnen, überwiegend aus dem FSV-Seniorenkader sind momentan auf dem Weg, die C-Lizenz zu erwerben.

Auf Honorarbasis

Der auf Honorarbasis angestellte Elsasser, der in der Woche in rund 25 Stunden die FSV-Nachwuchsarbeit steuert: „Wir sind ein super Team. Ständige Kommunikation und gegenseitige Unterstützung zwischen allen Trainern und Betreuern besitzen absolute Priorität. Keiner kocht mehr wie früher üblich sein eigenes Süppchen.“

Gemeinsames Ziel sei es, junge und talentierte Spielerinnen und Spieler bestmöglichst  zu fördern und auszubilden  und  sie so als zukünftige FSV-Eigengewächse für den Seniorenkader zu gewinnen.

Das FSV-Förderkonzept durch die vom Förderverein übernommenen Jugendpatenschaften ist bereits voll aufgegangen.

In oberen Regionen

Bei den A-, B- und C-Junioren war der FSV jeweils in der Endrunde der Futsal-Hallenkreismeisterschaft vertreten, wobei die oben an der Ligatabelle stehenden B-Junioren nach ihrem Kreispokalsieg auch noch den Indoor-Titel an die Liemecke holten. Die C-Jugend ist als Gruppenliga-Spitzenreiter in die Winterpause gegangen. Alle weiteren Mannschaften tummeln sich jeweils in den oberen Tabellenhälften. Die Redensart „Alle für Einen“ spiegelt sich auch bei den A-Junioren wider. „Momentan haben wir nur sechs echte A-Jugendliche, sind trotzdem Tabellensechster, weil die B-Junioren uns unter die Arme greifen“, ist Elsasser stolz und zufrieden.

Von Reinhard Michl

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