Abgefälschter Schuss des Sander Offensivspielers besiegelt Niederlage von Bad Hersfeld

Tobias Oliev trifft zum 1:0-Sieg

Nicht in die Knie gegangen: Das Sander 1:0-Siegtor erzielte Tobias Oliev (links), hier gegen den Hersfelder Andreas Pannek. Foto: Michl

Sand. Im letzten Saison-Heimspiel der Fußball-Verbandsliga verwöhnte der SSV Sand seine Fans und Sponsoren mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den SVA Bad Hersfeld. Doch nicht so sehr die drei gewonnenen Punkte wurden von den SSV-Anhängern bejubelt, sondern Dennis Enzeroth gefeiert, als er Sekunden vor dem Schlusspfiff ausgewechselt wurde. Es war nämlich für den 34-jährigen nach 14 Jahren im Trikot der SSV-Ersten seine letzte Partie auf der heimischen Höhe.

Zurück zum Spiel. Die um den Klassenerhalt kämpfenden Lullusstädter von Coach Fabian Kallee machten vom Anstoß weg mächtig Dampf, ohne aber Platzherrentorwart Johannes Schmeer ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Dann gab es die kalte Dusche für des Festspielstädter. Einen 20-Meter-Freistoß von Tobias Oliev (12.) fälschte ein SVA-Abwehrbein so unglücklich ab, dass er damit seinen chancenlosen Keeper Witold Sabela auf dem falschen Fuß erwischte.

Anschließend fand Sand besser in den nun offen und intensiv geführten Schlagabtausch, gute Chancen gab es jedoch auf beiden Seiten kaum. Nach dem Seitenwechsel waren gerade einmal 100 Sekunden gespielt, da brachte der Sander Jonas Kaczenski (47.) das Kunststück fertig, das leere Tor zu verfehlen. Fast im direkten Gegenzug entschärfte Schlussmann Schmeer mit einem Superreflex einen Kopfball von Sebastian Schuch. Dann haderte Gästespieler Kevin Kurz (60.) mit dem Schicksal, denn er setzte einen Kopfball nur an die Querlatte. Postwendend zeigte Sabela sein ganzes Können und drehte einen Gewaltschuss von Alexander Sommer um die Metallstange. Es ging Schlag auf Schlag. Einen Freistoß von Marcel Ludwig (66.) bugsierte Keeper Schmeer aus dem Winkel, der dann Glück hatte, als Tim Ullrich den leeren Kasten verfehlte. Im Gegenzug hatte Sabela Glück, da Oliev nur den Pfosten traf.

Natürlich war SVA-Coach Kallee enttäuscht: „Wir sind den Sandern nicht nur immer auf Augenhöhe begegnet, sondern hatten auch die Mehrzahl der Chancen, die aber leider ungenutzt blieben. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt, doch so ist eben Fußball.“

Von Reinhard Michl

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