Tolle Kulisse beim Heimspiel

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Durchsetzungsstark: Neuzugang Nele Bittdorf erzielt hier einen ihrer zwei Treffer.

Das war nichts für schwache Nerven. Beim ersten Heimspiel in der Oberliga mussten sich die Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen nach aufopferungsvollem Kampf gegen den TuS Kriftel mit 26:30 (12:13) geschlagen geben.

Trotz der Niederlage zeigte sich HSG-Coach Chris Ludwig zufrieden. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die bis zur letzten Minute um jeden Ball gekämpft hat.“ Begeistert zeigte er sich auch von der tollen Atmosphäre in der Schauenburghalle. 300 Gäste - teilweise mit großen Trommeln und Tröten ausgestattet - waren in die Sporthalle in Hoof gekommen, um die Ludwig- Sieben lautstark zu unterstützen.

Die Gastgeberinnen erwischten einen guten Start und gingen durch Tore von Larissa Lubach und Karoline Happe in Führung, bevor Kriftel in der fünften Spielminute den Ausgleich herstellte.

Ausgeglichen gestaltete sich auch die gesamte erste Spielhälfte. In Sachen Kampfgeist schenkten sich beide Teams übrigens nichts: Gingen die einen in Führung, glichen die anderen aus. Über 6:6 (18.) und 12:12 (28.) gingen die Gastgeberinnen mit einem knappen Rückstand in die Kabinen.

„Wir wollten das Spiel so lange wie möglich offen gestalten. Das ist uns im ersten Durchgang sehr gut gelungen, daher war ich in der Kabine auch voll des Lobes. Meine Mannschaft soll wissen, dass ich sehr stolz auf sie bin.“

Das änderte sich auch nicht, als die Vereinigten nach Wiederanpfiff gleich vier Tore in Folge kassierten und plötzlich 12:17 zurücklagen (35.). Nach der von Ludwig genommenen Auszeit fand sein Team dann aber wieder besser ins Spiel und kämpfte sich auf 19:19 heran.

Sehr zur Freude der vielen Fans, die nun ihre Trommeln und Tröten einsetzen, aufmunternd „Kämpfen, HSG, kämpfen“ skandierten und so für eine ganz besondere Kulisse sorgten.

Das schätzte auch Gäste-Coach Christian Albat in der Pressekonferenz. „Vor so vielen begeisterten Menschen zu spielen, ist für uns etwas Besonderes. Es hat uns große Freude bereitet.“ Lob zollte er auch dem Aufsteiger, der seiner Sieben bis zur 45. Minute Paroli bot. „Uns war klar, dass es nicht leicht werden würde, hier zu punkten. Aus dem Spiel gegen Böddiger wussten wir, was auf uns zukommt. Deshalb haben wir uns darauf konzentriert, das beeindruckende Tempospiel des Aufsteigers zu unterbinden.“

Das Unterfangen glückte. Zwar leitete HSG-Torfrau Malgorzata Rodziewicz noch kurz vor dem Schlusspfiff ihre von Albat gelobte „Quarterback-Qualität“ unter Beweis, die drohende Niederlage konnten die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt indes nicht mehr abwenden.

HSG Hoof/Sand/Wolfhagen: Weinreich, Rodziewicz - Lubach 5, Happe 7, Köhler 2, Neurath 3/3, Bittdorf 2, Willer 4, von Dalwig 2, Frankfurth 1, Haupt, Ritter.

TuS Kriftel: Seeharsch 7, Körbert 3, Janssen 2, Nitzke 6/2, Lorenz 5, Ljubici 3, Schultheis 1, Leidner 3.

Zuschauer: 300

Spielverlauf: 2:0, 4:4, 7:9, 12:12, 12:1719:20, 20:22, 22:26, 26:30.

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