Viel Jubel aber auch ein Moment der Stille beim Carlsdorfer Fußballturnier

Tränen, Tore, Trophäen

Gut gelaunt: B-Ligist TSG Hofgeismar holte den Hugenottenpokal in Carlsdorf.

Carlsdorf. Ein Nervenkitzel im Finale, ein Außenseiter als Gewinner und eine Schweigeminute: beim Carlsdorfer Fußballturnier war alles anders als sonst.

„Ich hatte den ganzen Tag ein komisches Gefühl“, sagte der TSV-Vorsitzende Rudi Wenzel, der am Ende der TSG Hofgeismar zum Sieg gratulierte. Der B-Ligist setzte sich nach torlosen 30 Minuten mit 10:9 nach Elfmeterschießen gegen den höherklassigen TSV Schöneberg durch. „Solch ein Ergebnis hat es in der langjährigen Geschichte unseres Turniers noch nicht gegeben“, überreichte er dem Überraschungssieger den großen Wanderpokal. Ausgelassen und lautstark feierte die Diz-Diz-Elf den Triumph.

Richtig still auf dem Waldsportplatz wurde es Mitte des Turniers. Wenzel erinnerte in einer Schweigeminute an den verstorbenen Robert Deichmann.

Viele lauschten mit gesenktem Kopf den Worten des TSV-Chefs, andere hatten Tränen in den Augen. Nach Ende der Rede klatschten alle Beifall. Beifall für einen Mann, „der das Turnier 1975 ins Leben gerufen und während seiner Amtszeit als Abteilungsleiter Großartiges geleistet hat.“ Sichtlich gerührt setzten die acht Mannschaften den Spielbetrieb fort. Mit eher mäßigen Leistungen. Die Zuschauer bekamen eine Woche vor Serienbeginn zumeist zähe Fußballkost geboten.

Wenzel selbst hatte sich vom eigenen Team etwas mehr erhofft. Zu selten blitzte das Können des Aufsteigers auf. Die Elf der Gastgeber belegte vor der TSV Immenhausen Platz drei. „Am kommenden Wochenende muss eine Steigerung her, sonst wird‘s wohl nichts mit Punkten“, glaubt Wenzel.

Hümme, Diemeltal, Hombressen/Udenhausen und Ostheim/Zwergen/Liebenau kamen in Carlsdorf nicht über die Vorrunde hinaus.

Hombressens Oldies vorn

Das Turnier für Altherren-Mannschaften gewann Hombressen vor Weser-Diemel, Hümme und Udenhausen. Die Routiniers aus Carlsdorf erreichten Platz fünf, Immenhausen wurde Sechster. Fortuna Kassel musste sich mit dem letzten Rang zufrieden geben.

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