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Trainer Deppe: „Arschwackeln reicht nicht“

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Von: Joachim Hofmeister

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Rechnet im Vergleich zum Hinspiel mit einer keinesfalls einfachen Aufgabe: Mario Deppe gastiert mit dem SSV Sand beim Tabellenletzten TSV Thalau.
Rechnet im Vergleich zum Hinspiel mit einer keinesfalls einfachen Aufgabe: Mario Deppe gastiert mit dem SSV Sand beim Tabellenletzten TSV Thalau. © Joachim Hofmeister

Viel damit anfangen, kann Mario Deppe nicht. Der Trainer des SSV Sand ist einfach kein Freund davon, Mannschaften vor einem Spiel in Favorit und Außenseiter einzuteilen.

„Ich halte nichts von Prognosen aufgrund der Papierform. Wer vor dem Spieltag denkt, das Ergebnis anhand der Tabelle vorhersagen zu können, hat Fußball nicht verstanden“, sagt Deppe, dessen Bad Emstaler am Samstag, 16. Uhr, auswärts auf das Schlusslicht TSV Thalau treffen und diese vermeintlich dankbare Aufgabe unter keinen Umständen auf die leichte Schulter nehmen sollen.

„Thalau ist gegenüber der Vorrunde verändert unterwegs“, weiß Deppe. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass da eine Mannschaft mit dem Messer zwischen den Zähnen kommt, weil sie jeden Punkt braucht“, sagt der Routinier über die Osthessen, die bereits elf Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz haben. „Der Klassenerhalt wird schwer für den TSV, aber er wird alles daransetzen, um ganz unten rauszukommen.“

Vor zwei beziehungsweise drei Wochen hatten die Thalauer aufhorchen lassen, als sie Türkgücü Kassel und Hombressen/Udenhausen jeweils 1:0 besiegten. „Da hat man gesehen, zu welcher Leistung sie imstande sind“, betont der Coach des Tabellensechsten, der jüngst nicht über ein 2:2 gegen Hombressen/Udenhausen hinaus kam. „Anders als beim 1:1 gegen Bad Soden haben wir im Derby viele Fehler gemacht, waren phasenweise sehr unkonzentriert und haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen.“ Die Partie gegen den Nachbarn habe gezeigt, dass sich seine Mannschaft ein wenig schwer tue, wenn der Gegner tief stehe und sie das Spiel machen müsse.

Eine defensiv eingestellte Mannschaft, die von ihren Fans tatkräftig unterstützt wird, erwartet Deppe auch am Samstag. „Die Aufgabe wird schwerer als beim 7:1 im Hinspiel“, ist sich der SSV-Coach sicher und fügt an: „Wir wissen, dass wir gute Fußballer in unseren Reihen haben, aber es kommt darauf an, dass alle mit der richtigen Einstellung und der nötigen Konzentration ans Werk gehen. Arschwackeln alleine reicht nicht.“

Der SSV geht mit großen Personalsorgen in die Begegnung. Am Dienstag musste Deppe das Training absagen, zuletzt standen ihm neun Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. „Ich bin gespannt, wer am Samstag im Bus sitzt.“ (Joachim Hofmeister)

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