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Kommt alle nach Calden

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Von: Raphael Wieloch

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Sie in Topform kann Calden gut gebrauchen: Angreiferin Johanna Hildebrandt (rechts, hier gegen Rüsselsheims Charline Paul) kann ein Spiel entscheiden.
Sie in Topform kann Calden gut gebrauchen: Angreiferin Johanna Hildebrandt (rechts, hier gegen Rüsselsheims Charline Paul) kann ein Spiel entscheiden. © Raphael Wieloch

Calden – Mit Bundesligist Bayer 04 Leverkusen haben die Regionalliga-Fußballerinnen des TSV Jahn Calden in der 2. Runde des DFB-Pokals einen echten Kracher zugelost bekommen. Am Sonntag ab 14 Uhr heißt es auf dem Caldener Kaiserplatz David gegen Goliath – eine Ausgangslage, die den Wettbewerb erst so reizvoll macht.

Zwei Klassen trennen beide Mannschaften. Und alles andere als ein Weiterkommen Leverkusens, das es in der Vorsaison bis ins Halbfinale schaffte, käme einer Sensation gleich. Wir haben fünf Wünsche für dieses ungleiche Duell formuliert.

1. Ein aus allen Nähten platzender Sportplatz. Die Caldener Fußballerinnen brauchen Unterstützung. Von außen. Und zwar reichlich. Denn nur mit einer gewissen Zuschauerzahl kommt auch Stimmung auf – und die kann pushen.

Das Caldener Sportgelände bietet genug Platz für Hunderte Zuschauer. Eine Geisterkulisse wie im ersten Heimspiel in Meimbressen gegen Rüsselsheim, als etwa 50 Fans kamen, wäre dem außergewöhnlichen Rahmen nicht würdig.

2. Kein frühes Gegentor. Calden muss von Beginn an auf der Höhe sein und ein frühes Gegentor vermeiden – das betonte kürzlich auch Caldens Trainer Lutz Anders, als er von dem kommenden Gegner erfuhr. Je länger hinten die Null steht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas gehen könnte – Milchmädchenrechnung.

Zuletzt bildeten Esma Özdemir und Johanna Schäfer die Innenverteidigung – beide machten einen soliden Job. Es ist denkbar, dass Anders auf eine Fünferabwehrkette setzen wird und eine zusätzliche Innenverteidigerin aufstellt.

3. Eine Johanna Hildebrandt in Topform. Untröstlich wirkte Caldens Torjägerin Johanna Hildebrandt nach dem ersten Saisonspiel gegen Rüsselsheim. Der Hauptgrund: zwei vergebene Topchancen. Das spricht für den Ehrgeiz der 26-jährigen Angreiferin. „Das beschäftigt sie selbst am meisten“, sagte ihr Trainer.

Dass Hildebrandt Spiele entscheiden kann, hat sie in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt. Ihr Ex-Coach Robert Franke nannte sie einst ein „Phantom“. Und wer weiß, vielleicht sticht das Phantom auch gegen Leverkusen.

4. Ein bisschen Glück. In solchen Duellen kann der Faktor Glück eine entscheidende Rolle spielen. Leverkusen wird seine Chancen vor dem Tor bekommen – so viel ist sicher. Wenn der Bundesligist die ersten Tormöglichkeiten allerdings vergeben sollte, dann kann auch eine Mannschaft von dieser Kragenweite ins Grübeln kommen und schon mal nervös werden.

5. Ein Gegner, der mit den Platzverhältnissen nicht klarkommt. Missgunst ist eine negativ behaftete Einstellung – keine Frage. Allerdings ist es durchaus möglich, dass sich Leverkusen mit dem Rasenplatz in Calden, der wohl nicht im besten Zustand ist, erst mal schwertun wird. Vielleicht ist das ein Vorteil für die Caldenerinnen, die den Platz ja bestens kennen.

Auch Caldens zweiter Vorsitzender und Mitglied der Sportlichen Leitung Daniel Pfaffenbach sprach dieses Thema nach der Auslosung an: „Die müssen auf unserem Platz erst mal klarkommen.“ (Raphael Wieloch)

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