Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen erneut Deutsche Schach-Blitzmannschaftsmeister

Ungeschlagen zum Titel

Deutsche Blitzschachmeister: (von links) Pavel Maletin, Danylo Shkuran, Josef Resch, Sergei Rublevsky und Alexander Zubov. Foto:  eg

Herford. Riesenerfolg für die Schachfreunde (SF) Bad Emstal/Wolfhagen. Sie setzten erneut bei den in Herford ausgetragenen Deutschen Blitzmannschaftsmeisterschaften ein Ausrufezeichen auf nationaler Ebene und verteidigten ihren im vorigen Jahr gewonnenen Titel souverän.

Die Leistung der Denksportler aus Bad Emstal und Wolfhagen ist deshalb auch bemerkenswert, weil sie als Fünftligist überwiegend gegen Bundesligamannschaften, beziehungsweise höherklassige Vertreter antreten mussten und diesen das Nachsehen gaben.

Insgesamt 26 Mannschaften bewarben sich um den deutschen Meistertitel, am Ende behielten die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen mit den Großmeistern Pavel Maletin, Sergej Rublevsky, Alexander Zuvbov und dem Internationalen Meister Danylo Shkuran ungeschlagen mit 48:2 Punkten knapp die Nase vorne.

SF-Pressesprecher Jörg Wiegel: „Entscheidend für unseren erneuten Titelgewinn war am Ende der 3:1-Erfolg im direkten Vergleich mit dem ärgsten Widersacher, dem Bundesligisten SG Solingen.“ Die Solinger mussten sich mit 46:4 Punkten mit dem zweiten Platz begnügen, Platz drei mit einem schon respektablen Abstand (41:9) ging an den Bochumer SV. Der zweite hessische Vertreter, der Zweitbundesligist Hofheim, landete in der Abschlussaddition auf Rang 16.

Jörg Wiegel: „Trotz der sportlichen Klassenunterschiede kann man unseren Erfolg aber durchaus als Favoritensieg bezeichnen. Denn mit den drei Großmeistern und dem Internationalen Meister brachten die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen nominell die stärkste Mannschaft an die vier Bretter in Herford. Die mit einem DWZ-Schnitt (Deutsche Wertungszahlen) von 2622 auch die Plätze eins bis vier in der Einzelwertung belegten.“

Eine Erfolgsgeschichte

Der neuerliche Gewinn der Deutschen Blitzmannschaftsmeisterschaft ist ein weiterer Mosaikstein der Erfolgsgeschichte der Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen. Die im vergangenen Jahr auch den Hessischen Mannschaftspokal gewannen und im Pokalwettbewerb auf Bundesebene erst im Viertelfinale gegen den Bundesligisten SV Hockenheim ausschieden. Hockenheim schaffte den Sprung in das Finale, unterlag hier dann aber dem neuen Deutschen Meister Baden-Baden.

Jörg Wiegel: „Das Geheiminis, beziehungsweise der Vater des Erfolges der Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen hat einen Namen: Josef Resch.“ Der Wolfhager hat hervorragende Beziehungen zur Schach-Weltelite. Unter anderem hat er den Weltmeisterschaftskampf zwischen seinem Freund Wladimir Kramnik und Viswanathan Anand 2008 in Bonn organisiert. Zu dem betreibt er in der Ukraine eine sehr bekannte Schachschule. Durch diese Verbindungen konnte Josef Resch sehr gute Spieler nach Wolfhagen holen, setzt aber auch auf einheimische Talente und regionale Denksportler. Der Erfolg blieb nicht aus. Nach zwei Aufstiegen der ersten SF-Mannschaft geht diese in der kommenden Saison in der Verbandsliga Nord (zweithöchste hessische und fünfthöchste deutsche Spielklasse) an die Bretter und hat sich den Durchmarsch in die Hessenliga auf die Fahnen geschrieben. (zih)

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