Deutsche Mehrkampfmeisterschaften

Vanessa Grimm aus Hofgeismar holt Bronze im Siebenkampf

Deutschlands Beste: Bei der DM der Frauen im Siebenkampf holte Vanessa Grimm (rechts) die Bronzemedaille. Siegerin wurde Carolin Schäfer (links). Isabel Mayer wurde Achte.
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Deutschlands Beste: Bei der DM der Frauen im Siebenkampf holte Vanessa Grimm (rechts) die Bronzemedaille. Siegerin wurde Carolin Schäfer (links). Isabel Mayer wurde Achte.

Vanessa Grimm hat es geschafft. Die für den Königsteiner LV startende Hofgeismarer Leichtathletin gewann bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Vaterstetten die Bronzemedaille im Siebenkampf.

Vaterstetten - In einem spannenden Kampf um Silber und Bronze musste sie sich Anna Maiwald (TSV Bayer 04 Leverkusen) geschlagen geben. Souveräne Deutsche Meisterin wurde Carolin Schäfer (Bad Wildungen, Eintracht Frankfurt). Und nach vielen Versuchen in den letzten zwei Jahren, in denen sie die Traummarke immer wieder knapp verpasst hatte, klappte es endlich mit den ersehnten 6000 Punkten. Mit 6047 Punkten liegt Grimm in der aktuellen Weltrangliste auf dem elften Platz.Die

Disziplinen

100m Hürden (1008 Punkte/ 62 Punkte mehr als persönliche Bestleistung/Disziplinrang 5/Gesamtrang 5.) Obgleich pünktlich zum Start der Regen einsetzte, steigerte Grimm in 13,79 Sekunden ihre persönliche Bestzeit um eine Zehntelsekunde. Gegenüber ihrem bisher besten Mehrkampf war es gar eine steigerung um 44 Hundertstelsekunden.

Hochsprung (903, 148, 2., 3.) Der Regen hielt an und sorgte für schwierige Bedingungen. Mitfavoritin Mareike Arndt blieb bei 1,59 Metern hängen. Für Grimm lief es hingegen wie am Schnürchen. Bis 1,68 Meter blieb sie ohne Fehlversuch. Mit schlechtem Timing kam sie über 1,71 Meter. Bei dieser Höhe war für Anna Maiwald Endstation, so dass Grimm Punkte im Medaillenkampf gut machte. Der Regen wurde stärker und Grimm besser. Bei 1,74 Meter und 1,77 benötigte sie jeweils den Adrenalinschub des dritten Versuchs, sprang dann aber sicher drüber. Bei 1,80 Meter hatte sie die Höhe, aber zu früh, so dass sie auf die Latte fiel. . In der Gesamtwertung kletterte sie auf Rang drei.

Kugelstoß (805, 197, 1., 2.) Der Sicherheitsstoß im nassen Ring im ersten Versuch landete bei 13,77 Metern. Dann wechselte sie die Technik, doch die Kugel flog nur einen Zentimeter weiter. Trainer Philipp Schlesinger gab den richtigen Hinweis. „Mehr aus der Hüfte“. Das setzte sie im dritten Durchgang mustergültig um - 14,16 Meter waren der Disziplinsieg. Arndt stieß fast zwei Meter unter Bestweite und verabschiedete sich endgültig aus dem Medaillenkampf. In der Gesamtwertung ging es für Grimm auf Rang zwei nach vorn.

200 Meter (922, 179, 3., 2.). In einen kräftigen Gegenwind von 1,7 Metern/Sekunde wurden auf den letzten 20 Metern die Beine am Ende eines langen Wettkampftags schwer. 24,62 Sekunden waren die ersten Marke, die schlechter als bei ihrem bisher besten Siebenkampf war. Dennoch ging Grimm mit einem kleinen Polster von 48 Punkten Vorsprung auf Maiwald in den zweiten Tag.

Weitsprung (837, 142, 2., 2.) Der Weitsprung bleibt Grimms Zitterdisziplin. Nach zwei Versuchen lag sie nur bei 5,67 Metern. Maiwald hatte 5,88 Meter erreicht. Die Anspannung stand Grimm vor dem dritten Versuch deutlich ins Gesicht geschrieben. Doch sie hielt dem Druck stand und konterte mit 5,96 Metern

Speerwurf (707, 135, 5., 3.) Mit 42,06 Metern brachte Grimm eine gute Leistung in die Wertung. Aber Anna Maiwald war in Bestform und zog mit 46,25 Metern an Grimm vorbei.

800 Meter (827, 118, 10., 3.) Neun Punkte oder sechs Zehntelsekunden betrug Maiwalds Vorsprung vor den 800 Metern. Als stärkere Läuferin (2:14 Minuten Bestzeit) lag der Vorteil bei ihr. Doch kampflos wollte Grimm (2:19 Minuten Bestzeit) ihr Silber nicht überlassen. Sie orientierte sich nach vorn und sortierte sich bei 200 Metern vor Maiwald ein. Die zog bei 400 Metern vorbei, Grimm versuchte dran zu bleiben. Bei 600 Metern aber wurden die Beine schwer. In 2:19,77 Minuten kam sie vier Sekunden hinter Maiwald ins Ziel. Dennoch war der Jubel riesig, denn neben Bronze hatte sie mit einer Verbesserung um 118 auf 6047 Punkte erstmals die 6000-Punkte-Marke geknackt. (Alexander Humme)

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