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Pure Freude nach langer Pause: Matthias Weise und Mario Deppe starteten mit großer Lust in die Saison

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Von: Joachim Hofmeister

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Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
Begeistert vom Teamgeist seiner Elf: Dörnbergs Trainer Matthias Weise. © Joachim Hofmeister

Zum Jahresabschluss haben wir mit den Verbandsliga-Trainern Mario Deppe (Sand) und Matthias Weise (Dörnberg) eine Bilanz gezogen.

Sand/Dörnberg – Nach Leichtathletik, Handball und Tischtennis geht es heute und morgen in unserem Jahresrückblick um Fußball. Die Trainer der Verbandsligisten FSV Dörnberg und SSV Sand, Matthias Weise und Mario Deppe, beantworten im HNA-Interview Fragen zum Jahr 2021.

Was war Ihr sportliches Highlight in 2021?

Weise: Das erste Spiel nach der Corona-Zwangspause. Die gesamte Mannschaft war heiß auf die Partie in Ehrenberg. Das waren spezielle Emotionen.

Deppe: Es war für mich und meine Mannschaft ein ganz besondere Augenblick, als wir nach mehrmonatiger Coronapause unserem Hobby wieder nachgehen konnten. Sehr erfreulich war, dass es eine komplette Halbserie gab.

Welches Ereignis wird Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben?

Weise: Der Sieg in Sand. Ausschlaggebend für das 4:1 war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Mit diesem klaren Erfolg hatten wohl die wenigsten Fußballanhänger gerechnet.

Deppe: Es gab keine Sache, die mich gequält hat.

Könnten Sie ein Erlebnis aus 2021 streichen – was wäre es?

Weise: Die Partie in Sandershausen. Nach einer guten ersten Halbzeit haben wir in den zweiten 45 Minuten enttäuscht und gegen einen Mitstreiter im Kampf um den Klassenerhalt verloren.

Deppe: Es gab mehrere Streicherlebnisse. Ich hätte mir gewünscht, dass kein Krankenwagen auf den Platz fahren muss. Die Knieverletzungen von Marvin Urban im Derby gegen Dörnberg, aber auch der Handbruch von Gökhan Topsakal und der Kreuzbandriss von Justin Braul waren schmerzhaft.

Worüber haben Sie sich besonders geärgert beziehungsweise gefreut?

Weise: Geärgert habe ich mich, dass die Saison im Frühjahr nicht fortgesetzt wurde. Gefreut habe ich mich, als wir uns zum ersten Mal nach der Corona-Zwangspause wieder auf dem Platz getroffen haben.

Deppe: Es gab keinen Anlass, mich über etwas zu ärgern. Gefreut habe ich mich, dass wir trotz nicht immer zufriedenstellender Trainingsbeteiligung so weit oben stehen. Diejenigen, die Sonntag für Sonntag auf dem Platz standen, haben immer alles abgerufen. Rang fünf und 29 Punkte sind aller Ehren wert.

Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
Meisterte große Herausforderungen: Sands Trainer Mario Deppe. © Joachim Hofmeister

Welcher Spieler Ihres Teams hat Sie besonders überrascht?

Weise: Nicht ein einziger Spieler. Die gesamte Mannschaft hat mich immer wieder beeindruckt. Nach einem holprigen Start sind wir zusammengewachsen. Vor allem die letzten Spiele haben das gezeigt. Auch das Team hinter dem Team hat tolle Arbeit geleistet.

Deppe: Aufgrund der Personalsorgen musste ich mein Team immer wieder umbauen. Ich beorderte Spieler auf Positionen, auf denen sie entweder noch nie oder seit Jahren nicht mehr gespielt hatten. Ob Simon Bernhardt oder Artur Radig, alle lieferten überzeugende Leistungen ab.

Wer war Ihr Held im gesamten Team?

Weise: Das Team. Stimmt die Zusammenarbeit, stimmen auch die Ergebnisse.

Deppe: Die jungen Spieler. Sie wurden zum festen Bestandteil der Mannschaft.

Die Corona-Situation hat den Sport vor allem im ersten Halbjahr lahmgelegt. Wie haben Sie die Zeit empfunden?

Weise: Man hatte viel Zeit über viele Dinge nachzudenken. Mir wurde klar, wie gut es uns doch geht.

Deppe: Sieben Monate ohne Fußball - das war sehr komisch. Ich bin von der Arbeit nach Hause gefahren und wusste manchmal mit meiner Freizeit gar nichts anzufangen.

Was war Ihr schönstes Erlebnis jenseits des Fußballs?

Weise: Die Einschulung meiner Tochter. Die Einschulung war für mich, meine Frau und Hannah Mia ein besonderer Tag.

Deppe: Das ist privater Natur und soll auch im Privaten bleiben.

Drei Wünsche für die Zukunft:

Weise: Erstens Gesundheit. Zweitens, dass unsere Kinder die Welt noch so erleben, wie sie heute ist. Drittes: Drei weitere Wünsche.

Deppe: Ich wünsche mir eine verletzungsfreie Restrunde für die Spieler und dass wir an die erfolgreiche Hinrunde anknüpfen. Besonders wichtig ist mir, dass alle gesund bleiben und so schnell wie möglich Normalität zurückkehrt. (Joachim Hofmeister)

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