Verbandsliga Nord

Selbstvertrauen getankt: Hombressen/Udenhausen spielt 2:2 gegen CSC 03 Kassel

Auf dem Foto sind mehrere Fußballer zu sehen.
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Vollen Einsatz zeigte Hombressen/Udenhausens Spieler Michel Hecker (rechts). In dieser Szene hält er Kassels Pavo Susilovic auf.

Die SG Hombressen/Udenhausen holte beim 2:2 in einem hitzigen Spiel gegen den CSC 03 Kassel einen Punkt.

Udenhausen – Dieses Spiel hatte alles, was ein Fußballerherz höher schlagen lässt. Am Ende ging die Verbandsliga-Partie zwischen der SG Hombressen/Udenhausen und dem CSC 03 Kassel 2:2 (1:0) aus. „Ich hätte mir am Ende noch einen Sieg gewünscht“, sagte Trainer Tobias Krohne. Eventuell wäre der auch drin gewesen, weil die SG zwei Mann mehr auf dem Spielfeld hatte.

Der Gast aus Kassel reiste als Tabellenzweiter an – und zeigte das auch von Anfang an. Der CSC 03 hatte mächtig Zug zum Tor, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Fast wie aus dem Nichts erzielte Dominik Lohne nach einem Eckball das 1:0 (21.). Diese Führung wollte die SG mit allen Mitteln verteidigen. Sie spürte, dass in diesem Spiel gegen den Favoriten aus Kassel was drin war. Krohne sagte vor dem Spiel, seine Elf hätte nichts zu verlieren. Und so spielte sie auch.

SG Hombressen/Udenhausen: Torwart Luca Ilenburg hält Elfmeter von Nico Schrader

Die Führung hielt bis in die Pause, weil Hombressen/Udenhausen sich wieder ein Mal auf Schlussmann Luca Ilenburg verlassen konnte. Er parierte kurz vor dem Pausenpfiff einen Elfmeter von Nico Schrader (44.). „In der Pause habe ich meine Jungs gewarnt, dass CSC spätestens dann alles Mögliche versuchen würde“, sagte Krohne.

So war es auch. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da fiel schon der Ausgleich. Ilenburg hielt noch den Schuss von David Simoneit, doch gegen den Abpraller von Torschütze Maximilian Köps hatte er keine Chance (46.).

Verbandsliga Nord: Der Schiedsrichter stand im Mittelpunkt – Er schickte zwei Kasseler frühzeitig vom Feld

Danach überschlugen sich die Ereignisse. Und ein Mann stand im Mittelpunkt. Es machte den Anschein, dass die Partie dem Schiedsrichter Maximilian Lotz nach und nach aus den Händen glitt. Er stellte zunächst Kassels Pavo Susilovic mit einer gelb-roten Karte vom Platz (50.). „So etwas habe ich in meinen 30 Jahren als Trainer noch nicht erlebt“, sagte Kassels Trainer Alexi Lothar.

Keiner wusste so wirklich, warum Susilovic vom Feld muste. Er sah nur zum zweiten Mal gelb, nachdem er mit Spielern der Auswechselbank der SG aneinander geraten war. Lothar kritisierte in dieser Aktion das Feingefühl des Unparteiischen.

Doch nach all dieser Aufregung ging Kassel auch noch in Führung: Christoph Reuter fasste sich ein Herz und traf unhaltbar aus 18 Metern ins Tor (60.). Hombressen/Udenhausens Motivator Kevin Seeger schrie seine Mitspieler an: „Spanung wieder hoch da!“ Und das zeigte Wirkung.

Jacob Dittmer trifft per Elfmeter zum 2:2 – in Überzahl

Die SG kam zurück, durch einen sicher verwandelten Elfmeter von Jacob Dittmer (68.). Kurz danach sah ein weiterer Spieler von Kassel Rot: Leonard Jakob Schilling musste nach einem Foul an Marvin Schmidt auch frühzeitig duschen gehen (72.).

Danach brachte der Gast das 2:2 in doppelter Unterzahl irgendwie über die Bühne. „Klar müssen wir zu Neunt mit dem einen Punkt leben“, resümierte Lothar.

Und in Udenhausen fühlte sich der Punkt fast wie ein Sieg an – nach den vergangenen erfolglosen Wochen. „Das war gut für unser Selbstvertrauen“, sagte Krohne froh. (Cora Zinn)

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