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Eine kämpferische Topleistung

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Von: Reinhard Michl

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Behauptet: Der Sander Ben Zornhagen (links) schirmt den Ball vor Vellmars Jannik Weingarten ab.
Behauptet: Der Sander Ben Zornhagen (links) schirmt den Ball vor Vellmars Jannik Weingarten ab. © Reinhard Michl

Sand – So kann es beim SSV Sand weitergehen. Am Samstag tüteten die Bad Emstaler in der achten Pflichtaufgabe der Fußball-Verbandsliga Nord auf der heimischen Höhe vor 150 Zuschauern mit einem 3:1 (0:0)-Erfolg gegen den OSC Vellmar ihrer zweiten Saisondreier ein und bereiteten damit ihrem bisherigen Fußballchef Helmut Bernhardt, der in der Halbzeitpause nach 30-jährigem Engagement an der Spitze der SSV-Kicker verabschiedet wurde, ein schönes Geschenk.

Sein überglücklicher Nachfolger und in Doppelfunktion auch Trainer Tobias Oliev bilanzierte den Erfolg seiner Elf als verdient und Lohn einer kämpferischen Glanzleistung. „Wir haben über weite Strecken das Spielfeld klein gemacht, so Vellmar nicht ins Spiel kommen lassen und unsere Chancen endlich auch einmal zählbar verwerten können.“

Sein Gegenüber, OSC-Coach Jörg Müller, widersprach ihm nicht. „Es war wie schon in den vergangenen Jahren auf der Sander Höhe. Der SSV hat uns auch diesmal den Schneid abgekauft.“ In der Tat. Schon in den ersten 20 Spielminuten hätten die Vellmarer mehrfach das Signal auf Grün stellen können.

Bereits nach 100 Sekunden traf Egli Milloshaj die Querlatte. Dann verzweifelten Milloshaj (22.) sowie vorher Enes Glogic (12.) jeweils an SSV-Keeper Rick Christof. Die größte OSC-Führungschance ließ Glogic (23.) liegen, als er mit einem Handelfmeter an Christof scheiterte. Danach fanden die Hausherren besser ins Spiel, ihre einzige nennenswerte Einschussmöglichkeit im ersten Durchgang setzte aber Pierre Kühne (35.) um Zentimeter am Ziel vorbei.

Kurz nach dem Seitenwechsel erneut eine Christof-Glanztat gegen Serkan Aytemür (47.). Dann die kalte OSC-Dusche. Sefa Cetinkaya (53.) zirkelte den Ball trotz Dreifachbewachung in den oberen Torwinkel. Unhaltbar für Gästeschlussmann Tobias Orth.

Damit aber noch nicht genug. Der kurz zuvor eingewechselte Daniel Wagner servierte fast von der Eckfahne das runde Spielgerät exakt auf den Schuh von Pierre Kühne (73.), der nur noch einzuschieben brauchte: 2:0. Ben Zornhagen (76.) hätte völlig freistehend den Vorsprung ausbauen können, verfehlte aber den Kasten. Das bestrafte Enver Maslak (88.) mit dem OSC-Anschlusstreffer.

Sand blieb davon unbeeindruckt, hatte vielmehr die passende Antwort mit einem Konter parat. Kühne nutzte einen Vellmarer Abwehrschnitzer und lief von der Mittellinie allein auf Keeper Orth zu. Er sah, dass Daniel Wagner mitgelaufen war, der auch den Ball von Kühne serviert bekam und keine Mühe hatte, das runde Spielgerät im leeren OSC-Gehäuse zum dritten Sander Treffer zu versenken (90.). (Reinhard Michl)

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