Elf Vereine nehmen nicht an der Fußball-Hallenkreismeisterschaft in Hohenkirchen teil

Verletzungsgefahr ist ein Grund

Kein Freund des Hallenfußballs: Harald Westermann, Trainer der TSG Hofgeismar. Fotos:  Hofmeister

Hofgeismar/Wolfhagen. In knapp zwei Wochen beginnt die Fußball-Hallenkreismeisterschaft. Auch in diesem Jahr haben nicht alle Mannschaften aus dem Hofgeismarer und Wolfhager Raum gemeldet. 23 gehen an den Start, die anderen elf sind nicht dabei. „Wir nehmen in dieser Winterpause an keinem einzigen Turnier teil“, erklärt Mike Mönicke, Trainer des Kreisoberligisten FC Oberelsungen. „Wir hatten einige Anfragen, doch unsere jungen Spieler zeigten wenig Interesse, die älteren machen sich Sorgen um ihre Gesundheit“, fügt der Routinier an.

Ihr Programm reduziert hat die SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha. Im vergangenen Jahr noch bei zahlreichen Wettbewerben zu sehen, einigte sich Trainer Uwe Plettenberg mit seinen Spielern, zwei Turniere zu besuchen. Die Erpetaler kickten in Ahnatal und Sand. „Wir legen unsere Konzentration voll und ganz auf die Meisterschaftsrunde und hoffen, ohne Verletzte ins Restprogramm starten zu können.“ Angst vor Verletzungen, dies ist auch der Grund, weshalb Gruppenligist Calden/Meimbressen und A-Ligist Carlsdorf am Samstag, 23. Januar, in Hohenkirchen nicht um den Titel kämpfen werden. „Unsere Absage hat nichts damit zu tun, dass zum ersten Mal nach den Futsal-Regeln gespielt wird“, betont Carlsdorfs Fußball-Chef Dirk Deichmann.

Kein Freund des Hallenspektakels ist Harald Westermann. Der Trainer des abstiegsbedrohten A-Ligisten TSG Hofgeismar sagt: „Ich habe schon im Vorjahr mit Holzhausen nicht an der Hallenkreismeisterschaft teilgenommen.“ Kleine Vereine hätten kaum eine Chance auf den Pokal.

Wenig Motivation und Ehrgeiz auch beim TSV Ersen. „Es gibt in unserem ohnehin kleinen Kader nur wenige, die Interesse zeigen, in der Halle dem runden Leder hinterher zu jagen“, meint Roberto Heuser. Vielen sei die Verletzungsgefahr einfach zu groß. „Wir fahren nur zu Veranstaltungen von Mannschaften, die unser Sommerturnier besuchen“, sagt der TSV-Coach.

Ähnlich die Situation in Grebenstein. Der TuSpo fühlt sich befreundeten Vereinen verbunden. In der Summe sei die Teilnahme an diesen Turnieren aber zu viel, erläutert Driton Mazrekaj. „Die Belastung ist doch sehr hoch,“ so der Trainer, der die Hallenkreismeisterschaft als wenig attraktiv und lukrativ ansieht. „Der Tag ist einfach zu lang.“ So sehen es auch seine Kollegen Mönicke, Plettenberg und Westermann.

Turnier in Hann. Münden

„Unsere Spieler brauchen Zeit, um sich zu erholen“, heißt es aus dem Lager der SG Reinhardshagen, der schon zum vierten Mal in Folge auf die Teilnahme an der Hallenkreismeisterschaft verzichtet. Lediglich beim großen Turnier im benachbarten Hann. Münden war der Kreisoberligist aktiv. „Dort spielt man vor voller Hütte gegen Mannschaften, gegen die man in der Serie nicht antritt,“ sagt Abteilungsleiter Stefan Lüdecke und kritisiert: Die Hallenkreismeisterschaften sind schlecht besucht.“

Karneval bei TSV

Fehlen wird auch die TSV Immenhausen. Abteilungsleiter Siggi Exner entschuldigte sich bei Kreisfußballwart Willi Röhn für das Fernbleiben. Am ersten Spieltag laufen in Immenhausen die Vorbereitungen auf den Karneval. Am Endspieltag sind die Fußballer fest in die Prunksitzung eingebunden.

Neben den genannten Vereinen fehlen der TSV Deisel und der SV Mariendorf beim Budenzauber in der Sporthalle an der Goethestraße.

Von Joachim Hofmeister

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