Auftakt bei Fußball-Verbandsligist

In vier Tagen geht‘s los: Dörnberg unter Neu-Trainer Dirk Lotzgeselle

Ein alter Bekannter ist zurück: Dirk Lotzgeselle spielte viele Jahre für Dörnberg. Jetzt wird er Trainer beim FSV und soll ihn zum Klassenerhalt führen. Archivfoto:  zih/nh

Dörnberg. Im Sommer 2009 verabschiedete sich Dirk Lotzgeselle aus dem Bergstadion. Acht Jahre später kehrt er nach Dörnberg zurück. Der 48-Jährige ist der erste Trainer in der Vereinsgeschichte des FSV, der für den Verein aus der Gemeinde Habichtswald spielte.

Am kommenden Freitag bittet der Neu-Coach den Aufsteiger zur ersten Trainingseinheit. Ab 18.30 Uhr laufen die Vorbereitungen auf die Saison in der Verbandsliga Nord.

Sofort nach dem Jörg Reith seinen Rücktritt verkündet hatte, setzte sich die Dörnberger Führung zusammen und stellte eine Liste von möglichen sieben Nachfolgern auf. Zwei sagten wenig später ab, von einem anderen Kandidaten war der Spielerrat um Kapitän Pascal Kemper nicht überzeugt. Somit waren es nur nur vier. Am Ende entschied sich die FSV-Spitze für Lotzgeselle.

Im vergangenen Herbst die C-Lizenz erworben, trainierte er nach der Winterpause den westfälischen Bezirksligisten Warburg. Zuvor sammelte er Erfahrungen beim Nachbarn TSV Zierenberg.

„Wir sind uns sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, sagt Abteilungsleiter Matthias Thomsen. Lotzgeselle kenne das FSV-Umfeld und die Rahmenbedingungen sehr gut. „Er weiß, worauf es ankommt.“

In vier Tagen ruft Lotzgeselle sein Team zum ersten Mal zusammen. Mit dabei auch die vier Neuzugänge. Sie kommen aus unterklassigen Vereinen. Spieler, die eine neue Herausforderung suchen und nicht des Geldes wegen auflaufen. „Fußballer, die die Hand aufhalten, sind in Dörnberg nicht willkommen. Mit diesem Konzept sind wir in den vergangenen zwei Jahrzehnten gut gefahren“, verweist Thomsen auf zahlreiche Erfolge. Höhepunkt war sicherlich die Vizemeiserschaft in der Verbandsliga-Saison 2013/14.

Aus Ahnatal holte der FSV das 19-jährige Stürmertalent Tom Seidel und Mittelfeldspieler Max Reichmann (21). Das Mittelfeld beleben will auch Andreas Wenzek (21, TSG Sandershausen). Vom KSV Baunatal II kommt Abwehrspieler Philipp Warkus (31). „Unsere Neuen sind vorwiegend junge Talente, die Druck auf die restlichen Spieler ausüben und sie herausfordern werden“, ist sich Thomsen sicher.

Ob die Suche nach neuen Spielern abgeschlossen ist? „Nein“, sagt der FSV-Boss. „Wir hätten gern noch einen Innenverteidiger“, deutet er auf die Abgänge von Daniel Jäger (Spielertrainer Ehringen) und Tobias Wolf, der sich aus beruflichen Gründen abmeldete, hin. Ungewiss ist die sportliche Zukunft von Jan Kleinschmidt und Fabio Welker. Beide sind seit Monaten angeschlagen.

Aber auch wenn man keinen Abwehrspieler verpflichten könne, „ist uns nicht bange“, erklärt Thomsen. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass andere Spieler den Aufgaben in der Dreier- oder Viererkette gewachsen sind.“ Man gehe zuversichtlich in die neue Serie. „Wir haben gute Chancen unser Ziel zu erreichen“, ist Thomsen vom Leistungsvermögen der Mannschaft überzeugt. Dörnbergs Vorhaben lautet Klassenerhalt.

Erster Testspielpartner ist der OSC Vellmar. Der Hessenligist gastiert am Sonntag ab 17 Uhr im Bergstadion.

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